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Folgt auf Giro das Tour-Ticket? Mühlberger in Fahrt

NOVO MESTO. Weil der Haidershofener von Erfolg zu Erfolg eilt, ist sogar eine Nominierung für die Frankreich-Rundfahrt möglich.

Folgt auf Giro das Tour-Ticket? Mühlberger in Fahrt

„Er hat eine Bombenform derzeit. Es könnte für das Tour-Aufgebot reichen.“ Christian Pömer, (re.) der Linzer Sportdirektor des Bora-Teams traut dem jungen Fahrer einiges zu Bild:

Über 4664 Renn-Kilometer hat das heimische Rad-Ass Gregor Mühlberger seit Anfang Mai in den Beinen. Hochlegen darf sie der Haidershofener die kommenden Wochen wohl aber nicht. Die tolle Form vom Giro nutzend, feierte der Bora-Fahrer letzten Sonntag beim deutschen Klassiker "Rund um Köln" seinen ersten Sieg bei den Profis, dem er gestern den vierten Endrang bei der Slowenien-Rundfahrt folgen ließ. Das könnte ihm nun sogar noch die Nominierung für das Tour-de-France-Aufgebot seiner Mannschaft einbringen.

Der 23-Jährige soll gute Karten dafür haben. "Er hat eine Bombenform derzeit. Es könnte für das Tour-Aufgebot reichen", bestätigt sein sportlicher Leiter bei Bora, Christian Pömer. Der Linzer durfte gestern nicht nur mit seinem Schützling Mühlberger jubeln. Der Pole Rafal Majka sicherte der deutschen World-Tour-Mannschaft den Gesamterfolg, nachdem er am Samstag die Königsetappe in Rogla für sich entschied. Mühlberger war dort Vierter geworden. Dazu gewann Bora-Sprinter Sam Bennett zwei Teilstücke, darunter auch jenes gestern in Novo Mesto, wo sich auch der Innviertler Sebastian Schönberger (Team Tirol) gut in Szene setzte. Er machte in einer Ausreißergruppe, die lange Zeit das Geschehen prägte, Tempo.

Als nächster Höhepunkt stehen für die Fahrer nun die nationalen Meisterschaften auf dem Programm. Und mit dem Vorjahres-Zweiten Mühlberger darf bei den heimischen Titelkämpfen in Grein an der Donau heuer nicht nur wegen dessen starker Form gerechnet werden. Die hügelige Streckenführung kommt dem früheren Gewinner der Oberösterreich-Rundfahrt (2015) entgegen.

Morgen steht im Mühlviertel mit Pömer und Giro-Etappensieger Lukas Pöstlberger eine Besichtigungsfahrt an, um den selektiven Kurs besser kennenzulernen.

Tour de Suisse an Spilak

Der Slowene Simon Spilak (Katusha-Alpecin) brachte gestern beim abschließenden Zeitfahren in Schaffhausen seinen zweiten Gesamtsieg bei der Tour de Suisse in trockene Tücher. Er siegte nach neun Etappen mit 48 Sekunden Vorsprung auf Damiano Caruso (BMC) und 1:08 Minuten auf den Niederländer Steven Kruijswijk (LottoNL-Jumbo). Mühlbergers Bora-Teamkollege Patrick Konrad beendete die Schweiz-Rundfahrt auf dem starken 13. Platz (+9:02 Minuten).

 

Meisterschaftswoche

Mit dem Einzelzeitfahren in Grünau am Almsee (27,8 km) beginnt am Freitag das nationale Meisterschaftswochenende. Am Sonntag wird im Raum Grein um das begehrte rot-weiß-rote Trikot gefahren, das man dann ein Jahr auch bei internationalen Einsätzen zur Schau tragen darf. Wer es gewinnen will, muss vorher durch die Tretmühle. 176 Kilometer und 3400 Höhenmeter stehen auf dem Menüplan des diesjährigen Rennens. Der Kurs im Strudengau bevorzugt Klassikerspezialisten. „Das wird ein Gemetzel. Viele Fahrer werden bei diesem Rennen das Ziel nicht sehen“, glaubt der zweifache Meister Riccardo Zoidl.

 

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Artikel Dominik Feischl 19. Juni 2017 - 00:04 Uhr
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