Linz Marathon

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Der Beginn einer neuen Zeitrechnung

Auch heuer wird es auf der Voest-Brücke einen Menschenauflauf geben. Bild: VOLKER WEIHBOLD

Der Beginn einer neuen Zeitrechnung

LINZ. Das Lauf-Fest des Jahres: Neuer Hauptsponsor, neue Rekord-Strategie, eine große Bühne für die Kleinsten – beim Linzer Marathon laufen die Uhren am Wochenende anders.

Von OÖN, 06. April 2017 - 00:04 Uhr

15 Jahre alt, aber schon großjährig – das gilt für den von den OÖNachrichten und der Stadt Linz organisierten Linzer Marathon, der sich seit seiner ersten Ausgabe im Jahr 2002 zum größten Lauf-Fest des Landes entwickelt hat. Am kommenden Wochenende werden rund 20.000 Aktive auf den Beinen sein und dabei auch den Beginn einer neuen Zeitrechnung erleben. Denn beim 16. Oberbank Linz Donau Marathon, so der offizielle Titel, laufen die Uhren heuer anders.

 

Neuer Hauptsponsor: Im erfreulich großen Preis der Unterstützer gab es vor Monaten eine Staffelübergabe. Die Oberbank hat mit der Borealis die Plätze getauscht und ist nun als Hauptsponsor der Namenspatron des Marathons. Borealis bleibt beim Halbmarathon als Tempomacher aktiv. Und das im wahrsten Sinn des Wortes. Geschäftsführer Jürgen Mader wird am Sonntag mit rund 150 Mitarbeitern selbst durch Linz laufen. Der top-fitte Oberbank-General Franz Gasselsberger wird sogar zum Marathon-Mann.

 

Neue Rekord-Strategie: In den vergangenen Jahren hat man viel unternommen, um den Langzeit-Rekord des Ukrainers Alexander Kuzin (2:07:33 Stunden) zu knacken, aber immer wieder biss man sich die Zähne aus. Heuer geht es Österreichs schnellster Marathon-Läufer Günther Weidlinger – er ist erstmals im Organisationsteam unter anderem für die Athleten-Verpflichtung verwantwortlich – lockerer an. "Alle meine Rekorde sind nicht geplant gewesen, sie sind passiert", sagt der seit gestern 39-Jährige, der auf junge, hungrige Läufer setzt. Top-Mann Gilbert Kirwa (Kenia) hat zwar vor zwei Wochen verletzungsbedingt absagen müssen, aber es gibt noch fünf weitere schnelle Afrikaner, die eine Zeit unter 2:10 Stunden ins Ziel bringen können. Weidlinger: "Das wäre international eine beachtliche Leistung."

 

Große Bühne für die Kleinen: Beim OÖGKK-Junior-Marathon am Samstag im Stadion gibt es heuer erstmals eine eigene Mini-Lauf-Arena für die Jüngsten. "Da soll der Spaß im Mittelpunkt stehen, alle bekommen eine Medaille", sagt Weidlinger, der mit einem Expertenteam ein neues Format für die Nachwuchsläufe ausgearbeitet hat. Für mehr als 2300 Kinder ab drei Jahren soll der Junior-Marathon eher ein Spielfest als ein Wettkampf sein.

 

Neue Zeitnahme: Erstmals in Linz werden sich die international erfahrenen Experten von "mika:timing" um die Zeitnehmung kümmern. Diese sind unter anderem auch Partner des Boston-, Chicago- oder London-Marathons. Bei der Startnummernausgabe bei der Marathon-Messe in der Tipps-Arena (Freitag 9 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 18 Uhr) gibt es erstmals 14 Check-in-Stationen, eigene Counter für Firmen und Schulen und ein neues Personenleit-System. "Damit können wir die Wartezeiten wesentlich verkürzen", sagt Marathon-Koordinator Wolfgang Lehner, der im Organisationsteam schon 2002 dabei war, als der Linzer Marathon das Laufen lernte. Heuer ist er so groß wie noch nie.

 

Neue Startzeiten: Um die verschiedenen Laufbewerbe zu "entflechten" wurde der Tagesablauf neu geordnet. Eröffnet wird der Marathon-Sonntag mit dem Start auf der Voest-Brücke vom Handbike-Halbmarathon (8 Uhr) beziehungsweise dem Tempobolzen der Inline-Skater (8.02 Uhr), um 8.30 Uhr setzt sich das große Starterfeld des Linz-AG-Viertelmarathons in Bewegung (8.30 Uhr). Eine Stunde später folgen dann die restlichen Lauf-Bewerbe (Oberbank-Marathon, Borealis-Halbmarathon, Asics-Staffel-Marathon). Neu am Start ist eine große LED-Wand, auf der Szenen von der Strecke und dem Zielgelände eingespielt werden. Der Menschenauflauf am Wochenende wird beeindruckend sein. Derzeit gibt es 17.978 Nennungen aus mehr als 70 Nationen. Da die Wetterprognosen für das Wochenende sehr gut sind, ist die Aussicht auf viele Nachnennungen bestens. Die 20.000er-Marke ist in Reichweite.

 

Die Top-Läufer

Am Linzer Marathon-Wochenende werden mehrere Bewerbe ausgetragen. In allen Rennen sind spannende Sportler unterwegs. Eine Übersicht:

Marathon

Teshome Birhanu Demisie (ETH/21): Der junge Äthiopier hat eine Bestzeit von 2:09:03 Stunden auf seiner Visitenkarte stehen. Diese lief er bei seiner Marathon-Premiere vor einem Jahr im chinesischen Hefei. Er gilt als großes Versprechen für die Zukunft.

Lemawork Ketema (Ö/31): Der eingebürgerte Flüchtling aus Äthiopien will das Limit für die WM in London laufen (2:14 Stunden). Er startet für das Oberbank-Power-Team und kommt als frischgebackener Halbmarathon-Staatsmeister nach Linz.

Sonja Roman (Slo/37): Die Slowenin holte 2009 EM-Silber über 1500 m und ist inzwischen auf längeren Strecken unterwegs. Das ausgeglichene Starterfeld in Linz will sie nützen, um das WM-Limit (2:40 Stunden) zu knacken.

Karin Freitag (Ö/36): Der Kämpferin traut man es zu, ganz vorne mitzumischen. Beim jüngsten Formtest, der Halbmarathon-Staatsmeisterschaft, wurde sie Dritte.

Halbmarathon

Christian Haas: Dem Lokalmatador liegt die schnelle Strecke in Linz. Im Vorjahr wurde er Zweiter.

Bernadette Schuster: Die schnelle Mühlviertlerin und „Wings-for-Life-Run-Siegerin“ 2015 peilt in Linz eine persönliche Bestzeit an.

Viertelmarathon

Andrea Mayr (Ö/38): Die Ärztin aus Gmunden wurde vor einem Monat Weltmeisterin im Skibergsteigen. Sie gilt als Ausdauerwunder und ist Favoritin.

Anita Baierl (Ö/28): Die 28-Jährige aus Kremsmünster freut sich schon auf die einzigartige Atmosphäre in Linz. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf ihrem Marathon-Start im Herbst, Linz läuft sie aus dem Training praktisch im Vorübergehen.

Alexander Bründl (Ö/20): Der 20-jährige Welser ist eigentlich Triathlet, hat aber heuer in der Halle eine starke Laufleistung gezeigt (3000 m in 9:00,22 Minuten).

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