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Der kleine Bruder macht Hoffnung

LINZ. Das Gugl-Meeting in der Linzer Tips-Arena soll am Freitag wieder ein Renner werden.

Susanne Walli kennt in der Halle vom Training jeden Meter und will deshalb über 200 Meter gegen internationale Konkurrenz einen Lauf haben. Bild: GEPA pictures/ M. Hoermandinger

"Diese Veranstaltung ist der Beweis dafür, dass die Leichtathletik in Linz längst nicht tot ist", sagte Sport-Landesrat Michael Strugl gestern. Nachdem das traditionelle Gugl-Meeting im Linzer Stadion nach dem Misserfolg 2014 trotz attraktiver Besetzung und gutem Rahmenprogramm derzeit im Abseits steht, gibt der "kleine Bruder" Gugl-Indoor wieder Hoffnung. Die Hallen-Veranstaltung in der Linzer Tips-Arena, die diesen Freitag erneut steigt (ab 16.30 Uhr), soll zeigen, dass die Leichtathletik in Linz keinen schweren Stand hat. "Ich bin guter Dinge, dass wir wie im Vorjahr die 2000 Plätze in der Arena füllen können", sagt Verbandspräsident Hubert Lang. Die Veranstalter bauen dabei auf mehrere Faktoren:

 

Aufwertung: Als erstes heimisches Hallen-Meeting überhaupt erhielt die Linzer Veranstaltung vom Europäischen Verband den Permit-Status, was ein noch internationaleres Teilnehmerfeld garantiert. "Ich bekomme teilweise Anrufe mitten in der Nacht von Managern, die ihre Leute noch bei uns antreten lassen wollen. Wir mussten schon die eine oder andere Absage erteilen", sagt Athletenkoordinator Silvio Stern. Längst steht fest, dass das Feld das bisher stärkste der Linzer Geschichte ist. "Viele Leute hier wird man im Sommer in Rio bei den Olympischen Spielen wiedersehen", glaubt Lang.

Lokale Helden: Tempomacher des Meetings sind aber vor allem die heimischen Asse, weiß auch Lang. "Mit ihnen steht und fällt die Stimmung in der Halle." Dass sie gut ist, dafür will unter anderem die Linzerin Susi Walli sorgen. Die 19-jährige Sprinterin von der Zehnkampf-Union möchte über 200 Meter einen Lauf haben. "Natürlich will ich diese Chance vor der Haustüre nützen", sagt Walli, der vor Ort die Familie und ihr Freund, Neo-Radprofi Michael Gogl, die Daumen drücken werden. Für Walli dürften die Spiele in Rio aufgrund der hoch angesetzten Limits noch zu bald kommen. Dennoch will die ehemalige Junioren-WM-Finalistin heuer noch die internationale Bühne betreten. Für die Freiluft-EM im Sommer in Amsterdam stehen die Chancen auf eine Qualifikation über 400 Meter gut.

Belag: Dass Linz ein schnelles Pflaster sein kann, hat sich in der Leichtathletik-Szene schon herumgesprochen. "Die Mondo-Bahn lässt schnelle Zeiten zu. Das kann auf 60 Meter schon bis zu zwei Zehntel ausmachen", sagt Stern. Was die Veranstalter heuer vor ein Luxusproblem stellen könnte. Bei neuen Meeting-Rekorden winkt eine Sonderprämie für die Athleten. "Bei dem Starterfeld kann uns das noch teuer zu stehen kommen", sagt Lang mit Blick auf die Besetzung. Der Termin des Meetings sei günstig. "Viele wollen sich für die Hallen-WM im März in den USA qualifizieren", sagt Stern.

 

Ganz schön schnell

Gestern Nachmittag war Alina Talay erstmals auf dem schnellen Mondo-Belag der Linzer Tips-Arena am Laufenden. Die Weißrussin, einer der Stars des freitägigen Gugl-Indoor-Meetings, hat gute Erinnerungen an die Bahn. Sie gewann im Vorjahr mit Meeting-Rekord und holte wenige Wochen danach den Hallen-EM-Titel. Später kam WM-Bronze in Peking dazu. „Dieser Belag lässt schnelle Zeiten zu. Und dafür bin ich hierher wiedergekommen.“

Die 26-Jährige gilt längst als „halbe Österreicherin“. Ihr Trainer ist ÖLV-Chefcoach Philipp Unfried. Bei der Union St. Pölten trainiert sie unter anderem mit Siebenkämpferin Ivona Dadic. Und mittlerweile gehört Talay als Beraterin auch zum Betreuerstab des heimischen Leichathletik-Verbandes.

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Artikel Dominik Feischl 10. Februar 2016 - 00:04 Uhr
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