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Contador fährt nach der Dopingsperre weiter

PINTO. Die zweijährige Sperre des Radprofis Alberto Contador wegen Dopings schlägt medial hohe Wellen. Der Radprofi erklärte Dienstag Abend, dass er seine Karriere nach Ablauf seiner Sperre fortsetzen werde.

„Ich werde zu 100 Prozent weitermachen“, so der Spanier bei einer Pressekonferenz in seinem Heimatort Pinto. Er sprach von einer „Ungerechtigkeit“ und beteuerte erneut, nicht bewusst manipuliert zu haben. Seine Sperre läuft übrigens am 5. August dieses Jahres ab.

Contadors dänisches Rad-Team Saxo Bank könnte nach der Sperre des Superstars die Lizenz für die UCI World-Tour entzogen werden. Der Spanier holte 2011 zwei Drittel aller Punkte seines Teams. Werden diese abgezogen, erfüllt das Team nicht mehr die Kriterien für die erste Liga des Radsports.

Medial ging die Wogen nach dem Urteilsspruch hoch. „Der internationale Sportgerichtshof hat seinen Verstand verloren“, schrieb die spanische Sport-Zeitschrift Marca. Contador wurde für zwei Jahre gesperrt, weil Clenbuterol in seinem Blut nachgewiesen werden konnte. Auch andere Blätter aus dem Heimatland Contadors sparen nicht mit Kritik am Urteil. Von „Willkür“, „Verwirrung“ und „Verstoß gegen Rechtsgrundsätze“ war da die Rede. Sogar Rafael Nadel hält zu seinem Landsmann: „Das ist zum Heulen. Nur Mut Champion! Du hast meine Unterstützung!“, twitterte der Tennisstar.

Dagegen berichten internationale Medien von einem „Schock-Urteil“, das jene Radprofis wachrütteln soll, die weiterhin dopen. McQuaid, Vorsitzender des Radsport-Weltverbandes (UCI), sprach von einem „traurigen Tag für den Sport“.

 

Pressestimmen

„Der Internationale Sportgerichtshof hat den Verstand verloren. Die Verurteilung Contadors ist der Höhepunkt der Absurdität und ein skandalöser Handstreich.“ Marca (Spanien)

„Nun steht Spanien wieder als ein Land da, das Doping toleriert. Aber der Fall Contador darf nicht dazu dienen, den spanischen Sport insgesamt zu disqualifizieren.“ As (Spanien)
 
„Das Sportgericht verurteilt Contador ohne zu wissen, was vorgefallen ist. Jeder Jurist, der das Urteil liest, kommt zu dem Schluss, dass die Sperre für Contador ein kompletter Irrsinn ist.“ El Mundo (Spanien)
 
„Der Fall Contador erweckt den Eindruck, als herrschten im Kampf gegen das Doping Chaos und Willkür.“ El País (Spanien)
 
Ein Schock. Zwei Jahre! Eins aber scheint uns klar: So haben alle verloren.“ La Gazzetta dello Sport (Italien)
 
„Mit oder ohne Doping gilt Contador als eines der größten Talente seiner Generation.“ L’Express (Frankreich)

 

„Mit der Einrichtung der biologischen Pässe, der Überwachung der Radfahrer und der unerwarteten Kontrollen ist es schwer zu glauben, dass die Radfahrer heutzutage noch durchs Netz schlüpfen können. Die Affäre Contador ist der letzte Beweis dafür.“ Le Nouvel Observateur (Frankreich)
 

1
contador der kämfer · von cycling (648) · 08.02.2012 16:38 Uhr

wenn einer gut ährt dann ist die neidgenossenschaft gleich da, im radsport ganz speziell

(1)
Artikel 08. Februar 2012 - 00:04 Uhr
(geda)
Bild vergrößern Contador fährt nach der Dopingsperre weiter

Contador ist bis nach Olympia aus dem Rennen.  Bild: Gepa

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