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Ein Trio hat glänzende Aussichten: Vor Augen liegen WM- und EM-Gold

LINZ. Oberösterreichs Spitzensportlerinnen steht ein glanzvolles Wochenende ins Haus: Bei Welt- und Europameisterschaften greifen Violetta Oblinger-Peters (Kanu), Sabrina Filzmoser (Judo) und Liu Jia (Tischtennis) nach Medaillen. So weit liegen die nicht weg.

Sie würden sich gegenseitig die Daumen drücken. Doch die brauchen die drei Powerfrauen am Wochenende selbst, um mit dem Paddel Wellen zu schlagen, die Gegnerinnen im Griff zu haben und schlagkräftig zu sein. Der Reihe nach:

Liu Jia: Bei der Tischtennis-EM im tschechischen Ostrau geht Liu Jia an die Platte. „Ich gebe alles. Und wenn es sein muss, sterbe ich vom Tisch“, sagt die 28-jährige Linzerin ungewiss. Vor fünf Jahren wurde sie Europameisterin, aber seit fünf Monaten bremst sie ein Tennis-Arm, so lange hat sie schon kein Turnier mehr bestreiten können. „Diese Ungewissheit macht mich wahnsinnig. Vor einer Woche hab’ ich zu meinem Freund David gesagt: Ich hole den Titel! Aber nun hab’ ich Trainings schon wieder abbrechen müssen.“

Sabrina Filzmoser: Auch die Judokämpferin kann eine Verletzung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die 30-jährige Thalheimerin hat sich nach einer Schulterverletzung behutsam und mit großen Erfolgen auf die WM in Tokio vorbereitet. „Ich fühle mich stark und weiß, dass ich in meiner Gewichtsklasse jede schlagen kann“, sagt Filzmoser, die am Samstag alle Gegnerinnen (bis 57 kg) auf die Matte legen will. WM-Bronze hat sie bereits, in der Weltrangliste hat sie zwei Sprünge auf Platz drei gemacht. Auch die Auslosung hat es gut mit ihr gemeint. Naori Matsumoto, ein großer Gold-Tipp der Japaner, steht auf der anderen Seite des Tableaus. Das ließ sich Filzmoser noch nicht verraten. Aber sie weiß: „Wenn du einen Japaner im Finale schlägst, dann hast du einen Status wie ein Gott.“

Violetta Oblinger-Peters: Große Ziele hat auch die Schärdinger Wildwasser-Kanutin bei der Kanu-WM im slowenischen Tacen. Bereits 2008 hatte sie bei den Olympischen Spielen die Bronzemedaille an Land gezogen, auch EM-Gold baumelt zuhause in einer Vitrine. „Eine WM-Medaille wäre schön. Die hab’ ich noch nicht“, sagt Oblinger-Peters. Einen ersten Schritt auf dem langen Weg dorthin hat sie gestern gesetzt, als Sechste zog die 32-jährige gebürtige Deutsche souverän ins Halbfinale ein. Dass es bei morgendlichen fünf Grad wie aus Scheffeln schüttet, stört sie nicht. „Das wäre ja nur eine Ausrede, der Regen ist mir wurscht.“ Denn nass wird sie sowieso – nur soll nicht ihr Medaillentraum baden gehen.

Kommentare
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Artikel 09. September 2010 - 00:04 Uhr
Von Marlies Czerny
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Violetta Oblinger-Peters  Bild: Gepa

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