Jürgen Melzer hat in seinem Zweitrunden-Match am Donnerstag die Dramatik der ersten Runde noch überboten. Zwar spielte der als Nummer 13 gesetzte Niederösterreicher gegen den kaum bekannten Ricardas Berankis aus Litauen wesentlich besser als zum Auftakt, trotzdem musste er neuerlich über fünf Sätze gehen. Diesmal stand der French-Open-Halbfinalist und Wimbledon-Achtelfinalist allerdings noch knapper vor dem Aus, lag er doch im letzten Satz 2:4 zurück. Nun wartet, wenn es der herannahende Hurricane zulässt am Samstag, mit Juan Carlos Ferrero ein weit schwierigerer Brocken.
6:4, 6:2, 3:6, 4:6, 6:2 gegen Dmitrij Tursunow (Rus) in Runde 1 sowie ein 6:4, 6:7, 6:3, 1:6, 7:5 nun über Berankis. Nicht weniger als 6:50 Stunden stand Melzer schon auf dem Platz. Nun steht er zum dritten Mal nach 2004 und 2008 in der Runde der letzten 32 in Flushing Meadows im New Yorker Stadtteil Queens.
„Das war das erwartet schwierige Match, der kann wirklich gut spielen“, meinte ein sichtlich erleichterter Melzer bei der Pressekonferenz. „Er hat die Bälle sehr früh genommen, viel Druck gemacht und wirklich den einen oder anderen Zauberball gespielt hat“, lobte der Deutsch Wagramer den erst 20-jährigen Litauer, der im Ranking sicher bald weit besser klassiert sein wird, als auf Platz 124. Melzer trifft nun auf den Spanier Juan Carlos Ferrero, der Ricardo Mello (Bra) ausgeschaltet hat.
Melzer ist damit nun in den Einzelbewerben bei den US-Open, denn bei den Damen verabschiedeten sich nach Sybille Bammer am Mittwoch, am Donnerstag Abend auch noch Tamira Paszek und ihre Vorarlberger Landsfrau Yvonne Meusburger. Während bei Paszek nach der aufreibenden Qualifikation und dem Erfolg in der ersten Runde gegen die Taiwanesin Chan Yung-jan mit 3:6, 3:6 das Aus kam, hatte Meusburger in Runde zwei gegen die als Nummer 23 gesetzte Russin Maria Kirilenko den Sieg schon vor Augen. Mit 6:4 und 4:2 war sie schon in Front gelegen und hatte bei Aufschlag von Kirilenko noch zwei Breakbälle zum 5:2. Sie ließ beide Chancen aus und machte bis zum Ende nur noch einen einzigen Game-Gewinn und unterlag mit 6:4, 5:7 und 0:6. Meusburger blieb es damit auch in ihrem 15. Auftritt bei einem Grand-Slam-Turnier verwehrt in die Runde der letzten 32 Spielerinnen einzuziehen.
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