Die letzten Monate waren für Stefan Lehner hart. Der Aufbauspieler, der bei Askö Urfahr seine ersten Handballschuhe zerriss und dann schon als junger Spieler beim HC Linz AG zu einem der bestimmenden Akteure auf dem Parkett wurde, konnte nur zusehen, wie seine Teamkameraden in der abgelaufenen Saison überraschten. Doch mehr als Daumenhalten war für den 25-Jährigen beim sensationellen Halbfinaleinzug nicht möglich, weil vor Weihnachten das erste Mal die Schmerzen an der Achillessehne am rechten Bein unerträglich wurden. Nach einem Trainingslehrgang mit dem Nationalteam kurz vor der Heim-Euro musste er w.o. geben: „Grund war eine Überbelastung. Ich konnte teilweise nicht einmal mehr auftreten“, erzählt Lehner. Immer wieder musste er in Behandlung, auf das Parkett durfte „Bomba“, so sein Spitzname, sowieso nicht.
Doch jetzt, nach vielen Behandlungen und vor allem einer langen Handball-Pause, dürfen sich die Linz-AG-Fans wieder darauf freuen, dass der 1,88 Meter große Aufbauspieler von der halbrechten Seite wieder seine knallharten Würfe abfeuert. Alle neun Trainingseinheiten in der Woche konnte er zuletzt mitmachen. „Ein bisschen Zeit brauche ich aber noch. Der Rhythmus und die Feinabstimmung passen noch nicht. Und natürlich muss die Angst im Kopf besiegt werden, dass die Schmerzen zurückkehren können.“
Das Vorbereitungsturnier, das heute in der SHS Kleinmünchen beginnt (siehe Kasten), kommt da gerade recht. Trainer Nermin Adzamija ist die Rückkehr des 25-jährigen Leistungsträgers willkommen: „Damit wird unser Rückraum noch stärker, weil wir mehr Alternativen haben.“ Das ist gut so. Denn Linz will auch heuer wieder einen großen Wurf landen.
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