Die UCI sprach eine Sperre bis Jahresende aus. Der Grund: Die Fahrer sind bei Sponsoren und einer Personalleasingfirma angemeldet, müssen laut dem Weltverband aber beim Lizenzinhaber des Teams angestellt sein. Vorarlberg-Corratec reichte nun eine einstweilige Verfügung gegen diese Entscheidung ein, der Ausgang ist ungewiss. „Ich hoffe, dass wir bald wissen, wie es weitergeht. Ich bin nun schon fünf Jahre in diesem Team und es hat immer alles gepasst. Warum es nun auf einmal nicht mehr passen soll, ist mir schleierhaft“, sagt Benetseder.
Im Trikot der Nationalmannschaft konnte er zumindest die Oberösterreich-Rundfahrt bestreiten, in Geinberg gelang dem 27-Jährigen sogar ein Erfolg auf einem Teilstück. „Klar war die Nachricht am Freitag nicht unbedingt erbaulich, aber deswegen den Kopf hängen lassen, würde nicht weiterhelfen.“
Für die Österreich-Rundfahrt (4. bis 11. Juli) sei die Alternative Nationalteam aber nicht die beste. „Wir haben starke ausländische Fahrer, und ohne die wird es bei so einer Rundfahrt schwierig, dass wir vorne ein Wörtchen mitreden“, sagt Benetseder.
„Die Leidtragenden bei dem ganzen Schlamassel sind wie immer die Fahrer“, sagt Rudolf Massak, Generalsekretär des Österreichischen Radsportverbands. Massak wundert die Vorgehensweise der UCI: „Ich habe lediglich eine fünfzeilige Benachrichtigung bekommen.“ (fei)
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