OÖN: Frau Krenn, worauf dürfen sich die Ballbesucher heuer bei der Eröffnung der Gala-Nacht des Sports freuen?
Krenn: Es wird dieses Mal keine klassische Quadrille mit Debütanten zu sehen sein. Stattdessen werden 14 Judokas des ASKÖ Judo LZ Linz zusammen mit 18 Tänzerinnen der Ballettschule Horn und fünf Elite-Gymnastinnen der Sportunion ADM Linz die Eröffnung gestalten.
OÖN: Was werden diese drei Gruppen zeigen?
Krenn: Die Vorführung wird an olympische Eröffnungen erinnern. Sie wird drei Elemente beinhalten, die ineinander verwoben sind: Die Judokas, die übrigens in ihren weißen Kampfanzügen auftreten, werden mit den schwarz gekleideten Tänzerinnen eine imposante Darbietung bringen. Dabei werden die Judokas zu Tänzern und die Tänzerinnen zu Judoka-Kämpfern. Sie werden das erdige Element symbolisieren. Das Element Wasser wird der Wiener Freitaucher Herbert Nitsch ins Spiel bringen, wenn er versucht, einen neuen Tauchrekord aufzustellen. Und das Element Luft werden die Gymnastinnen mit ihren Bändern und Reifen einbringen.
OÖN: Was ist für Sie persönlich das Besondere an dieser Choreografie?
Krenn: Dass es eine Mischung aus Sport und Tanz ist. Harte, prägnante, zielgerichtete Bewegungssysteme des Judo werden auf Tanz umgesetzt und spielen gegen weiche, fließende Bewegungen aus dem modernen Tanz, umgarnt von fliegenden Bändern und Reifen der ästhetischen Gymnastik. Solche Darbietungen sieht man sonst kaum. Als ehemalige Kunstturnerin ist mir die Verbindung von Tanz und Sport ein besonderes Anliegen.
OÖN: War die Arbeit mit Sportlern und Tänzern zusammen schwierig?
Krenn: Nein, überhaupt nicht. Die Sportler stellen sich sehr geschickt an. Die Judokas sind wirklich toll, sie beweisen bei ihrer Tanzsequenz gutes Rhythmusgefühl. Das wird man auch am Ball deutlich erkennen.
OÖN: Werden Sie sich nach der 15-minütigen Eröffnung auch selbst auf das Tanzparkett begeben?
Krenn: Ja, natürlich. Darauf freue ich mich schon sehr.
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