Ein Marathon ist für sie nicht einmal eine halbe Sache: Wenn wie am Samstag in Steyr der österreichische Meister im Ultralauf gesucht wird, dann stehen nicht weniger als 100 Kilometer auf dem Streckenplan. Das waren 68 Runden um das TIC-Eventzentrum, das waren Strapazen Ende nie, Kämpfe, Krämpfe und schließlich ein Tsunami an Glückshormonen auf den letzten von hunderttausend Metern.
Bei der vom Askö Laufwunder Steyr wunderbar veranstalteten Ultra-Meisterschaft triumphierte nicht die Jugend, sondern die Erfahrung. Bei den Frauen verbesserte die 48-jährige Salzburgerin Sabine Hofer mit 7:58:33,3 Stunden ihren österreichischen Rekord. Die Akademikerin rannte wie ein Uhrwerk, war nach dem Zieleinlauf allerdings ein Fall für die Sanitäter. Bei der abendlichen Siegerehrung konnte sie sich aber wieder auf den Beinen halten. Vergleichsweise frisch wirkte der ebenfalls 48-jährige Herren-Meister Bernhard Santner (Villach), der die 100 Kilometer in 7:35:57,3 Stunden herunterspulte. Bester Oberösterreicher war Hubert Morawetz (SK Voest) auf Platz fünf. Frau Hofer wäre bei den Männern übrigens als Dritte auf auf das Stockerl gekommen.
Mitten unter den alten Ultra-Lauf-Hasen mischten in Steyr vier junge Burschen vom Linzer Sport-BORG im Rennen der Vierer-Staffeln mit. Das „Cobra-Team“ (Altersschnitt 15,5 Jahre) bewies Ausdauer und Kampfgeist und belegte in einer Zeit von 6:46:31,4 Stunden Platz fünf. Den Sieg bei den Vierer-Staffeln holte sich Lokalmatador LAC Amateure Steyr (5:45:15,8 Stunden). Bei den Zehner-Staffeln brachte der Ausdauerpool Austria 1 eine Bestzeit über die 68 Runden: 5:35:01,5 Stunden für 100 Kilometer – das ist ein Kilometer-Schnitt von knapp dreieinhalb Minuten.
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