Am liebsten hätte Nina Dittrich gestern bei der Schwimm-Weltmeisterschaft in Rom vor ihrem 1500-Meter-Lauf einfach losgeheult. Beim Anziehen rissen der Athletin des ASV Linz erst ihr erster, dann noch ihr zweiter Hightech-Schwimmanzug am Rücken. „Mirna Jukic war freundlicherweise so nett und borgte ihr einen Anzug von ihr“, erzählte Dittrichs Trainer Helge Gödecke. Ideale Wettkampfvorbereitung sieht freilich anders aus. Dittrich belegte mit der Zeit von 16:34,02 Minuten den 19. Rang.
Nicht viel besser ging es dem Perger David Brandl (22), der in Rom von seinem Bruder Peter-Michael angefeuert wird. 20 Minuten vor seinem Rennen über 200 Meter Freistil riss bei ihm der Anzug am Oberschenkel. Dabei war er nur von der Massagebank aufgestanden. Brandl schwamm 1:48,89 Minuten. Das bedeutete Platz 36. Landestrainer Gödecke, der schon seit Monaten das „Zurück zur Badehose“ fordert: „So macht das keinen Spaß. Erstens musst du drauf schauen, dass du überhaupt so einen Anzug bekommst. Zweitens musst du dann hoffen, dass das Ding auch hält.“ 2010 sollen die Anzüge vom Schwimmverband verboten werden.
Klar hinter seinen Erwartungen zurück blieb Dominik Koll über 200 Meter Freistil (1:47,83 Minuten und Platz 20): „Damit kann ich nicht zufrieden sein. Ich weiß selbst nicht, was schiefgelaufen ist.“ (viel)