Die Stimmung im starken oberösterreichischen Schwimm-Team ist vor der am Sonntag beginnenden Weltmeisterschaft in Rom prächtig. Der beste Beweis: Ausgerechnet Stefan Wipplinger, der nicht bei dem Großereignis dabei ist, fuhr gestern Landestrainer Helge Gödecke sowie Dominik Koll, Jördis Steinegger, David Brandl und Nina Dittrich nach Wien, wo heute in den Morgenstunden das Flugzeug in Richtung italienischer Hauptstadt abhebt. Die Erwartungen? „Die sind groß. Dabei war es früher schon ein Erfolg, wenn sich einer unserer Schwimmer für eine WM qualifiziert hat. Jetzt haben wir fünf Leute aus einer Mannschaft in Rom“, sagt Gödecke.
Das fünfte Teammitglied, Dominik Dür, reist am Montag nach, weil sein Auftritt erst am Ende der Wettkampfwoche stattfindet. Gestern in Linz war der Vöcklabrucker schon in Rekordlaune. Es dauerte zwar eine Ewigkeit, bis er sich unwillig in seinen neuen, mehr als nur hautengen Arena-Anzug quälte („Sogar Handschuhe, Plastiksäcke und Babypuder sind im Gepäck dabei. Das hilft, sonst reißen die hautengen Anzüge beim Anziehen“). Doch nach persönlicher Bestzeit über 200 Meter Lagen (2:03,1 Minuten) strahlte Dür: „Ein geiles Gerät.“ Gödecke dagegen schimpft: „Mit Anzügen zu schwimmen ist wie Luftmatratze-Paddeln, das kann jeder.“
Der Landestrainer wird wie viele andere nicht müde, ein „Zurück zur Badehose“ und so das Ende einer Materialschlacht zu fordern. (viel)