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Zündet KTM bald ein neues Triebwerk?

Der US-Grand-Prix ist für die Innviertler ein Rennen mit begrenzten Möglichkeiten, vielleicht kommt baldein neuer Motor ins Spiel

Die KTM-Werksfahrer  Pol Espargaro (rechts) und  Bradley Smithnehmen am Wochenende in texas Tempo auf. Bild: APA

Bei der Eroberung der Motorrad-Königsklasse ist KTM immerhin schon in die Punkteränge gekommen, aber das lag vor allem am Schwächeln der Gegner und weniger an der eigenen Stärke. Auch beim US-Grand-Prix am Wochenende auf dem am Circuit of the Americas in Texas (USA) dürften die Möglichkeiten der Innviertler eher begrenzt sein. Wenn der Grand-Prix-Zirkus am ersten Mai-Wochenende nach Europa kommt (GP in Jerez, 7. Mai) könnte KTM ein neues Triebwerk zünden. Im Basislager in Munderfing soll derzeit an einem neuen Motor gefeilt werden.

Als Neuling in der Moto GP ist KTM in Sachen Technik „all in“ gegangen. Als einziges Team verwendet man einen Gitterrohrrahmen, bei der Radaufhängung geht man genauso eigene Wege wie beim Motor. Anders als die Konkurrenz setzt man auf ein „Screamer“-Triebwerk, das als extrem giftig und schwer zu beherrschen gilt. Es ist in der Szene ein offenes Geheimnis, dass sich die KTM-Werksfahrer Pol Espargaró und Bradley Smith einen „geschmeidigeren“ Motor wünschen. Hinter den Kulissen ist man bei KTM dabei, vom „Screamer“-Prinzip auf die „Big Bang“-Zündfolge umzustellen. Letztere Motorvariante hat den Vorteil einer harmonischeren Kraftentfaltung, was vor allem beim Herausbeschleunigen aus den Kurven hilft. Ein Vorteil, auf den inzwischen auch Honda setzt. Laut Motorsport-Plattform „Speedweek.com“ könnte KTM bereits am 2. Mai in Le Mans das neue Triebwerk testen. Was Teammanager Mike Leitner nicht bestätigen möchte. Der Bad Ischler spricht nur von einer neuen, schwereren Kurbelwelle, die demnächst eingesetzt werden wird. 

In Texas dürfte es am Wochenende KTM schwer haben, erneut Punkte zu holen. Auf der ursprünglich für die Formel 1 konstruierten Strecke werden wohl wieder die üblichen Verdächtigen,  das Yamaha-Duo Maverick Viñales und Valentino Rossi beziehungsweise Titelverteidiger Marc Marquez (Honda) das Tempo vorgeben. Auch der dreifache Weltmeister Jorge Lorenzo möchte nach dem verpatzten Saisonstart auf seiner Ducati wieder besser auf Touren kommen.

Servus TV ist am Grand-Prix-Wochenende wieder live dabei und überträgt am Samstag das Training (ab 20.15 Uhr) und am Sonntag die Rennen (ab 18 Uhr, Moto GP ab 21 Uhr).

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Artikel Von Christoph Zöpfl 21. April 2017 - 15:15 Uhr
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