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Olympisch bewegt: Obama, Gandler & Herr Rosenzopf

Markus Gandler Bild: gepa

Das Internationale Olympische Comité (IOC), vergibt heute in Kopenhagen die Sommerspiele 2016. Während sich das Interesse der Sportwelt auf die Entscheidung des Abstimmungsbasars in Dänemarks Hauptstadt konzentriert, sind einige Österreicher heute auf Nebenschauplätzen olympisch bewegt.

Schauplatz Kopenhagen: Um 19 Uhr wird IOC-Präsident Jacques Rogge das Kuvert öffnen und den Namen des Gastgebers der Sommerspiele 2016 verkünden. Voraussichtlich wird Chicago das Rennen machen. US-Präsident Barack Obama nimmt für seine heutige kurze Rede in Kopenhagen eine insgesamt 18-stündige Reise in Kauf. Er dürfte Hinweise bekommen haben, dass seine Mission gute Erfolgschancen hat. Bei einer Abfuhr von Chicago würde Obamas „Yes, we can“-Credo eine kleine Delle bekommen. Was außerdem für den US-Bewerber spricht, sind massive Interessen der IOC-Sponsoren und die bevorstehende Aufnahme von Golf ins olympische Wettkampfprogramm. Tiger Woods bei Olympia 2016 in Chicago – das würde dem größten Geldgeber des IOC, dem US-Fernsehen, sicher bestens ins Konzept passen. Gefährlichster Außenseiter im Ringen um die Spiele ist heute Rio de Janeiro. Madrid und Tokio gelten als Statisten. Die Entscheidung ist ab 18.30 Uhr in Eurosport live zu sehen und womöglich längst schon hinter den Kulissen gefallen.

Schauplatz Susa: In der norditalienischen Stadt Susa in der Nähe von Turin wird heute zehn aktuellen und ehemaligen Vertretern des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) der Prozess gemacht. Präsident Peter Schröcksnadel und seinem Nordischen Direktor Markus Gandler wird im Zusammenhang mit dem Skandal von Olympia 2006 in Turin vorgeworfen, Doping begünstigt zu haben. Während Schröcksnadel in Kanada urlaubt, wird Gandler in Susa „kämpfen wie ein Löwe“. Was die Spiele 2010 in Vancouver betrifft, ist der Kitzbüheler ein sanftes Katzerl. Er verzichtet auf den Trip nach Kanada, um das IOC nicht zu reizen. Dieses hatte ernste Konsequenzen angedroht, wenn Österreich nicht die richtigen Schlüsse aus dem Turiner Schlamassel ziehen würde.

Schauplatz Klagenfurt: Der Kärntner Johann Rosenzopf ist „eigentlich nur ein sportbegeisterter Mensch“ und hat sich vor gut zehn Jahren olympische Jugendspiele ausgedacht. Diese Idee präsentierte er verschiedenen Funktionären, blitzte aber sowohl bei ÖOC und IOC ab. Im nächsten Jahr werden in Seoul trotzdem die ersten olympischen Jugendspiele stattfinden. Das IOC behauptet, diese gingen auf eine Idee von Präsident Rogge zurück. Jetzt hat Rosenzopfs rechtliche Vertretung in Lausanne Klage gegen das IOC eingereicht. „Mir geht‘s nicht um Geld, aber ich lasse mir meine Idee nicht stehlen“, sagt der 70-jährige Pensionist, der sich am 2. 11. 1998 die Markenrechte am Begriff „JUNOL“ (=Junior Olympics) sichern hat lassen. (chz)

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Artikel 02. Oktober 2009 - 00:04 Uhr
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