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Oberösterreich als Vorreiter: Startschuss für Trainerzentrum

LINZ. Ex-Djokovic-Trainer Gebhard Gritsch steht dem neuen Coach Support Center vor.

Gebhard Gritsch betreute fünf Jahre lang Novak Djokovic, nun holte ihn Michael Strugl an Bord. Bild: gepa

Gebhard Gritsch ist ein Weitgereister – und das nicht nur als langjähriger Fitnessbetreuer von Tennisstar Novak Djokovic. Der 60-jährige Tiroler arbeitete darüber hinaus als Trainer auf den Philippinen, in Indonesien sowie als Berater in Neuseeland. Einem Land, welches nebenbei bemerkt eine der weltweit wohl spannendsten und erfolgreichsten Sportstrukturen hat.

Umso schwerer wiegt es, wenn ein so beschlagener Experte „stolz“ darauf ist, bei einem Projekt wie jenem des Coach Support Centers mitzuwirken. Dieses wurde gestern von Sportlandesrat Michael Strugl im Zuge einer Enquete in Linz der Öffentlichkeit präsentiert. „Ich bin stolz, weil wir die Ersten in Österreich sind, die so etwas anbieten“, hofft Gritsch im Sinne des gesamtösterreichischen Sports auf möglichst viele Nachahmer.

Breites Aufgabenfeld

Da der Trainersektor als einer der größten Hebel im heimischen Sport gilt, wurde das nun geschaffene Kompetenzzentrum bereits als Teil der 2015 zu Papier gebrachten „Sportstrategie Oberösterreich 2025“ formuliert.

Wobei Gritsch zwischen Trainer und Coach noch einmal unterscheidet. Während sich die erste Bezeichnung auf die Trainingssteuerung und die Arbeit mit dem Sportler beziehe, umfasse Coach weit mehr. „Es geht um das Schaffen von Bedingungen zur langfristigen Entwicklung auf sportlicher wie auf menschlicher Ebene“, erklärt Gritsch, warum dem Support Center bewusst der Begriff „Coach“ vorangestellt wurde.

Aktuell werde ein Maßnahmenkatalog ausgearbeitet, ehe Anfang 2018 mit den ersten Workshops begonnen wird (Arbeitsweise des Centers in der Infobox links).

Nachsatz: Sportminister Hans-Peter Doskozil hätte Gritsch eigentlich gerne in die neue Sport-GmbH integriert. Warum sich der Experte aber letztlich gegen den Bund und für OÖ entschied? „Weil mich Projekte interessieren, die erfolgversprechend sind.“ Die Mehrgleisigkeit verschiedener Institutionen auf Bundesebene sei dafür ein Hemmschuh.

Die Arbeitsbereiche des Coach Support Centers

Die neugeschaffene Einrichtung soll im Olympiazentrum auf der Gugl angesiedelt werden und sich im Wesentlichen auf drei Säulen konzentrieren:

Coaches unterstützen: Ein international vernetzter Expertenpool soll Trainern Hilfestellungen geben. Das geht von sportspezifischen Fragen bis hin zur richtigen Balance zwischen den vier Ebenen: Sportler, Trainer, Training und Umfeld.

Coaches entwickeln: Das Programm will heimische Trainertalente finden und mittels eines Entwicklungspfads und Coach-Mentorings begleiten und nach oben führen.

Coaches-Workshops: Die Einrichtung bietet Veranstaltungen zur Vermittlung von Wissen in den verschiedensten Bereichen an. Dies soll vor allem das Know-how an der Basis verbessern.

 

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Artikel Reinhold Pühringer 04. Oktober 2017 - 08:04 Uhr
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