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Mayr sicherte sich Titel beim Red Bull 400

BISCHOFSHOFEN. Drei neue Streckenrekorde, ein weltweiter Teilnehmerrekord und viele prominente Starter bei Red Bull 400 in Bischofshofen.

Andreas Goldberger

Andreas Goldberger Bild: Stefan Voitl/Red Bull Content Pool

1.500 Profi- und Hobbyläufer aus insgesamt 29 Nationen stellten sich am Samstag, 26. August den härtesten 400 Meter der Welt. Sie bezwangen die Paul-Außerleitner-Schanze in umgekehrter Richtung von unten nach oben und wurden dabei von rund 4.500 Fans angefeuert. Nicht zu schlagen waren an diesem Tag Anton Palzer (GER) und Andrea Mayr (AUT) - mit ihren Läufen ließen sie nicht nur die Konkurrenz hinter sich, sondern stellten auch neue Streckenrekorde in Bischofshofen auf. Am Start waren unter anderem viele prominente Teilnehmer aus Österreich. Neben Andreas Goldberger, Patricia Kaiser und dem Nordischen Kombinierer Philipp Orter stellte sich auch eine ÖSV-Biathleten-Staffel der ungewöhnlichen Herausforderung.

Anton Palzer (GER) entthront Seriensieger Ahmet Arslan, Hannes Meissl (AUT) auf Platz zwei. Das Finale der Männer war mit hochkarätiger Besetzung an Spannung und Action kaum zu überbieten. Doch am amtierenden Red Bull 400 Vizeweltmeister Anton „Toni" Palzer führte an diesem Samstag kein Weg vorbei. Gleich zu Beginn setzte sich der 24-jährige Skibergsteiger aus Berchtesgaden von der restlichen Gruppe ab und war bis ins Ziel nicht mehr zu stoppen. Mit seinem Lauf deklassierte er nicht nur den Seriensieger und Red Bull 400 Weltmeister Ahmet Arslan (TUR), sondern unterbot mit einer Laufzeit von 3:08.9 Minuten auch den im Vorjahr aufgestellten Streckenrekord um fast 10 Sekunden. „Ahmet war heute mein großer Gegner, weil er mich bei der WM in Titisee-Neustadt besiegt hat. Aber ich konnte heute von unten weg gleich zeigen, was ich kann und die Zuschauer haben mich beflügelt." Platz zwei sicherte sich Hannes Meissl aus der Steiermark. Vorjahressieger Tomas Celko aus der Slowakei musste sich in diesem Jahr mit dem dritten Rang zufrieden geben.

Andrea Mayr (AUT) sichert sich ihren vierten Sieg. Einen Favoritensieg gab es im „Full Distance" Bewerb der Damen. Die sechsfache, österreichische Berglaufweltmeisterin Andrea Mayr (OÖ) hatte die extremen Steigungen am besten im Griff und bewies eindrucksvoll, dass sie in ihrem Metier eine Klasse für sich ist. Mit einer Laufzeit von 03:47.9 Minuten deklassierte sie die Konkurrenz um mehr als eine halbe Minute und unterbot damit ihren eigenen Streckenrekord. „Red Bull 400 kann man mit anderen Wettkämpfen nicht vergleichen. Es ist viel kürzer, aber auch viel steiler. Und die Stimmung bei Red Bull 400 ist einfach einzigartig", so die 37-jährige Ärztin über den legendären Schanzenlauf. Auf Platz zwei reihte sich Dominika Wiesnienska-Ulif aus Polen. Für ein zweites österreichisches Gesicht auf dem Podium sorgte Österreichs ehemaliges Shorttrack-Ass Veronika Windisch aus Weiz in der Steiermark, die als dritte ganz oben auf der Schanze einlief.

Zahlreiche prominente Teilnehmer am Start, ÖSV-Biathleten wechselten von der Loipe auf die Schanze. An den Start von Red Bull 400 wagten sich am 26. August auch das ÖSV-Quartett Mesotitsch, Eberhard, Leitner und Komatz. In einer heißen Sommerpause tauschten die Wintersportprofis die Langlaufski und das Gewehr gegen die Laufschuhe und nahmen die 4x100 Meter Staffel in Angriff. Auch Andi Goldberger, der in Bischofshofen bereits zweimal den Pokal des Vierschanzentournee Siegers in Händen gehalten hat, ließ sich seinen bereits vierten Start bei einem Red Bull 400 Lauf nicht nehmen. Der Herausforderung „Paul-Außerleitner-Schanze" stellte sich auch der dreifache Juniorenweltmeister in der Nordischen Kombination Philipp Orter (AUT). Die steirischen Chartstürmer Tagtraeumer gingen bei der Männerstaffel ins Rennen und brachten im Anschluss an das Event die Bühne im Sepp-Bradl-Stadion zum Beben.

Action bei den Staffelbewerben. Bei den Staffelbewerben bewiesen rund 612 Teilnehmer außergewöhnlichen Teamgeist und stürmten in 4x100 Metern die Finalschanze der Vierschanzentournee. Ganz oben auf dem Podium stand bei der Männer Staffel „Ask Slavia Praha" aus Tschechien. Bei der Mixed Staffel entschieden „Antenne Steiermark" den Sieg für sich. Ihre Favoritenrolle bei den Firefighters bestätigten die amtierenden Red Bull 400 Weltmeister dieser Kategorie, die FF Rutzenmoos Bwg3, die obendrein den eigenen Streckenrekord vom Vorjahr knackte.

2018 kommt Red Bull 400 zum achten Mal nach Österreich zurück. Die Paul-Außerleitner-Schanze wird dann Austragungsort der zweiten Red Bull 400 Weltmeisterschaft sein.
 

Ergebnisse Red Bull 400 Bischofshofen 2017
 

Ergebnisse Männer Full Distance
1. Anton Palzer (GER), 03:08.9 Minuten
2. Hannes Meissl (AUT), 03:18.4 Minuten
3. Tomas Celko (SVK), 03:22. Minuten

Ergebnisse Frauen Full Distance
1. Andrea Mayr (AUT), 03:47. Minuten
2. Dominika Wisniewska-Ulif (POL), 04:31.1 Minuten
3. Veronika Windisch (AUT), 04:36.9 Minuten

Ergebnisse Männer Staffel
1. Ask Slavia Praha (CZE), 01:53.9
2. Mountain Maniacs 400 (AUT), 02:05.9 Minuten
3. Lcav Jodl Packaging (AUT), 02:13.1 Minuten

Ergebnisse Mixed Staffel
1. Antenne Steiermark (AUT), 02:39.6 Minuten
2. Egal, Gleich, Wahl (AUT), 02:41.4 Minuten
3. Mei Persönlicher Favorit (AUT), 02:43.4 Minuten

Ergebnisse Firefighter Staffel
1. Rutzenmoos Bwg 3.0 (AUT), 02:03.4 Minuten
2. FF Tessenberg (AUT), 02:14.9 Minuten
3. Feuerwehrsportgruppe Frankenburg (AUT), 02:16.6 Minuten
 

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Artikel nachrichten.at/apa 27. August 2017 - 08:49 Uhr
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