Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 27. April 2018, 01:15 Uhr

Linz: 9°C Ort wählen »
 
Freitag, 27. April 2018, 01:15 Uhr mehr Wetter »
Sport  > Mehr Sport

Der „Super Sprecher“ spricht nicht mehr

Der legendäre Radio-Reporter Manfred Payrhuber ist am Dienstag im Alter von 77 Jahren verstorben.

Manfred Payrhuber ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Bild: Petuely Franz:H10566 (OON)

„Tooor für den LASK!“ Das war wohl der Lieblingstext von Manfred Payrhuber, den immer noch tausende Radio-Hörer und Stadion-Besucher im Ohr haben. Genauso präsent ist der klassische Dialog nach einem Torjubel zwischen Stadion-Sprecher und Fußball-Fans: „Danke“, „Bitte!“, „Super Linzer“, „Super Sprecher!“. Und ein Super-Sprecher war Manfred Payrhuber wirklich. Am Dienstag ist der legendäre Radio-Reporter im Alter von 77 Jahren nach langer Krankheit verstorben.

Markenzeichen des Vollblut-Journalisten, der 40 Jahre lang für den ORF im Einsatz war und dabei 29 Jahre lang als Sportchef des Landesstudio Oberösterreichs wirkte, war seine unverwechselbare, sonore Stimme.  Von zwölf Olympischen Spielen berichtete er live, sieben Fußball-Weltmeisterschaften vertonte er mit seinen Reportagen. In Argentinien hätte Payrhuber 1978 als  Kommentator vom Spiel Österreich gegen Deutschland berichten sollen. Nach der 1:5-Niederlage der Österreicher gegen die Niederlande wollte er eine weitere Schlappe nicht mehr miterleben und überredete Edi Finger nach Cordoba zu fliegen. Der Rest ist „I-wird-narrisch“-Radion-Geschichte. Payrhuber erzählte diese Episode gerne und immer mit einem Augenzwinkern.  Er hat sich dabei nicht über eine verpasste Chance geärgert, sondern sich eher über sich selbst lustig gemacht. Zu einer Legende ist er auf seinem langen Berufsweg  auch ohne Cordoba-Kapitel  geworden.

Jungen Kollegen war der LASK-Fan und Attersee-Liebhaber stets ein hilfreicher Ratgeber. Er machte das nie von oben herab, der allseits geschätzte Sportchef kommunizierte auf Augenhöhe. Seine männlichen Gesprächspartner sprach er gerne mit „fescher Bursch`“ an. Auch das haben viele noch im Ohr.

Manfred Payrhuber hinterlässt seine Frau Gabriella und drei erwachsene Töchter.

Video: Ein Nachruf auf Manfred Payrhuber

Kommentare anzeigen »
Artikel Christoph Zöpfl 07. Februar 2018 - 09:23 Uhr
Mehr Sportmix

Filzmoser schrammt an Jubiläums-Medaille vorbei

TEL AVIV. Sabrina Filzmoser hat bei der Judo-Europameisterschaft in Tel Aviv die zehnte EM-Medaille ihrer ...

Der "letzte Wille" des Kapitäns

LINZ/WIEN. Die scheidende HC-Linz-Legende Stefan Lehner will vor dem Karriereende noch einmal das ...

Rodlauer kehrt als Cheftrainer zu ÖSV-Damen zurück

INNSBRUCK. Der Vorgänger von Andreas Felder als Damen-Skisprung-Cheftrainer im ÖSV ist auch sein Nachfolger.

Dominic Thiem im Viertelfinale von Barcelona

BARCELONA. Dominic Thiem steht wie zuletzt in Madrid auch in Barcelona im Viertelfinale.

Pöltl fehlt mit Toronto nur noch ein Sieg zum Aufstieg in den NBA-Play-offs

WASHINGTON/CLEVELAND. Die Toronto Raptors sind einen Sieg vom Aufstieg in die zweite Play-off-Runde der ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!