
Mir ist jetzt schon leichter und es freut mich, dass alles gut gelaufen ist“, sagt Clemens Kaltenberger. Gestern war er Herr über 250 Rot-Kreuz-Helfer, die allesamt das Wohl der 15.000 Marathon-Läufer im Auge behielten. Seit 22 Jahren engagiert sich der 39-Jährige beim Roten Kreuz. Er bildet aus, er fährt ins Ausland und er leitet Rot-Kreuz-Einsätze bei Großveranstaltungen. Zumindest privat lässt es der Mühlviertler etwas ruhiger angehen.
Zuhause in Ottenschlag verbringt er seine spärliche Freizeit mit Frau, seinen zwei Söhnen, vier Schafen und drei Hühnern. Seit über 15 Jahren zieht es den begeisterten Sporttaucher immer wieder ins Wasser. Vergangenes Jahr bestand er sogar seine Tauchlehrerprüfung. Zum dritten Mal leitet er heuer den Einsatz beim Marathon. Schon im Dezember begannen für ihn die Vorbereitungen und mit ihnen ein wahrer Termin-Marathon.
„Wir mussten einiges in unserer Organisation wegen der geänderten Laufstrecke umstellen“, sagt Kaltenberger, der immer wieder betont, dass nicht ihm, sondern den 250 Sanitätern, die am Marathon freiwillig helfen, die ganze Anerkennung gebühre. Kaltenberger bildet selbst beim Roten-Kreuz aus. „Ich arbeite auch noch immer als Notfall-Sanitäter, damit ich bei der Ausbildung weiß, wovon ich rede. Sonst wäre ich wie ein Blinder, der über Farbe spricht“, sagt der Einsatzleiter.
Auch heuer wartete er im Ziel, bis der letzte Marathonläufer das Rennen sicher beendet hatte. „Es war eine 71-jährige Dame, sie hat sechs Stunden und 15 Minuten gebraucht. Eine beeindruckende Leistung“, sagt Kaltenberger.
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