Fehlstart – schon nach zwei Spielen schrillen beim LASK die Alarmglocken. Mit den bisherigen Leistungen sind die Athletiker Abstiegskandidat Nummer eins. Die Träumereien von einem Platz unter den ersten fünf sind vorerst vorbei. „Wir müssen auch nach zwei Runden die Tabelle ansehen“, sagt Trainer Helmut Kraft. „Wir sind mit neun Gegentoren Letzter, das ist Fakt. Dass wir hinten schlecht sind, ist offensichtlich.“
Vor einem Jahr hatte der LASK gegen die Austria 4:5 verloren, gestern gab es beim 3:4 erneut ein Spektakel. „Der Sieg der Austria war verdient. Sie haben die besseren Fußballer und die gscheiteren Fußballer gehabt, die weniger Fehler gemacht haben“, sagte Kraft. Bei all dem Ärger fand der Tiroler einen Tag nach seinem 52. Geburtstag auch ein wenig Positives. „Man muss Respekt zollen, dass wir noch einmal alles versucht haben.“ Allerdings erst, als eigentlich alles zu spät war, weil die LASK-Abwehr zum Tore schießen eingeladen hatte. „Wir waren immer einen Schritt zu spät“, sagte Innenverteidiger Ulrich Winkler geknickt. Kapitän René Aufhauser: „Wir waren von der 20. bis zur 70. Minute gar nicht auf dem Platz. Das war katastrophal. Es war, als ob jeder eine Bremse eingebaut hätte. Mein erstes Tor war ein Befreiungsschlag. da haben wir gesehen, dass es doch geht.“
Kraft sucht in dieser Woche jene zwei Innenverteidiger, die den Rieder Angriffen am Samstag im Derby standhalten sollen. In den ersten beiden Spielen probierte er vier. Nun überlegt er, Aufhauser im Mittelfeld zu opfern, um die Abwehr zu stabilisieren. „Wenn Aufhauser in der Abwehr bewirkt, dass wir kein Tor bekommen, wäre das wichtiger.“
Der Kapitän denkt auch schon an den Samstag. „Wir müssen den Einsatz und die Laufbereitschaft zeigen, die wir in den letzten 20 Minuten gehabt haben.“ Rieds Co-Trainer Gerhard Schweitzer beobachtete den LASK vor dem Derby am Samstag. Er wird mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren sein... (mag)
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