
Auf „eine Volksfeststimmung wie 2006“ hatte sich Felix Magath gefreut. Damals, als er mit Bayern München in Linz zu Gast war, füllten 17.000 Zuschauer das Stadion. Gestern waren 7000 da. Die billigste Stehplatzkarte kostete 20 Euro, der billigste Sitzer 29 Euro. Zum Vergleich: Sturm Graz hatte Kombitickets für den Premier-League-Doppelpack gegen Arsenal und Blackburn um 25 Euro verkauft, gestern gegen die „Gunners“ schauten auch nur 8500 zu.
Vor seinem Ehrenanstoß hatte Landeshauptmann Josef Pühringer den Linzern Glück gewünscht. „Der LASK wird auf jeden Fall besser sein als am Samstag“, hatte er den Spielern mitgegeben. Da waren sie in Wiener Neustadt 0:5 untergegangen. Gestern gingen sie aggressiver zur Sache. Für Trainer Helmut Kraft war es ein Qualifikationsspiel zum Bundesliga-Heimspiel am Sonntag gegen Austria Wien, deswegen fehlten die gesperrten Leonhard Kaufmann und Pablo Chinchilla-Vega in der Startelf.
Die Schalker, die vom Trainingslager in Irdning den Abstecher nach Linz machten, ließen es einen Monat vor dem Bundesligastart ruhiger angehen. Die erste Chance vergab der LASK, als Christian Mayrleb nach einer Vorlage von Lukas Kragl Torhüter Matthias Schober anschoss (16.). In der 28. Minute drehte Torhüter Thomas Mandl nach einem Corner den Kopfball von Benedikt Höwedes noch über die Latte, dann war er zwei Mal chancenlos: Einmal schob Edu den Ball in die linke Ecke (36.), einmal schoss er in die rechte (37.) – 2:0.
LASK-Fans schwiegen lange
Nach der Pause hatte der LASK mehr Chancen. Zuerst vergab Kragl (53., 60.), Kaufmann legte den Ball an Torhüter Lars Unnerstall vorbei, traf aber nur das Lattenkreuz, Patrick Derdak schoss Unnerstall an (69.). Auf der Gegenseite rettete Mandl gegen Jermaine Jones (61.). Zweikämpfe gab es danach erst wieder ab der 80. Minute auf den Rängen. Die LASK-Fans, die bis dorthin geschwiegen hatten, machten Stimmung, die 350 Schalker hielten dagegen. Der LASK hätte sich mit einem Tor zum Geburtstag beschenken müssen – vielleicht haben sich die Linzer das für Sonntag aufgehoben.
Die LASK-Fans im Fansektor werden es nicht lernen. Aus Protest gegen die völlig gerechtertigten 17 Stadionverbote jener Rapauken, die dem LASK bei Auswärtsspielen immer wieder schlechte Presse wegen Ausschreitungen und rechtsextremen Gegrölle machen versagten sie der Mannschaft ihre Unterstützung.
Anstatt endlich einmal eine längst überällige Selbstreinigung dürchzuführen (Alle Fans außer im Fan-Sektor 5 sind daür!) greifen sie gegen Schalke wieder auf ihr kindisches Verhalten zurück. Und auch die Sprüche "Pyrotechnik ist kein Verbrechen" braucht niemand. Die Feuerwerkskörper sind ja aus gutem Grund verboten, da Sie immer wieder zu Unfällen und schweren Verletzungen führen. Außerdem verätzen Sie die Atemwege der Besucher auch außerhalb des Fansektors 5, machen schlechte Sicht und stinken erbärmlich. Wie kindisch, besoffen und naiv muss man sein, um so etwas schön zu finden? Einen mangelnden Selbstwert kann man auch nicht mit Hasstriaden und Feuerwerkskörper aufpolieren.
Herr primavera13, erstens kontrolliertes Abfeuern von pyrotechnischen Gegenständen ist für die Fans (Ultras) immer wieder ein tolles Erlebnis und für die Spieler auf dem Feld eine gute Anfeuerung ( http://www.pyrotechnik-ist-kein-verbrechen.at/spieler-ueber-pyro/ ). Zweitens wen der wenige Rauch sie stört, dann kaufen sie sich doch ein VIP-Ticket und dann setzen sie sich auf die andere Stadionseite!
ja die Spieler freuen sich eeeecht, wenn Sie auf dem Feld den Ball kaum mehr sehen. Und ich als Zuseher freue mich besonders wenn ich bis zu 20 Minuten die Spieler vor lauter Rauch nicht mehr sehe. Vielen Dank! Und meistens fällt in den Rauchwolken dann auch noch ein Tor für den Gegner (nicht nur einmal passiert bei Heimspielen 2009/2010) weil weder bei die Heim-Spieler noch die Zuschauern mit Kontration bei der Sache sind können.
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