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Sport

2:1 – Bei Franco Fodas Teamchef-Debüt war vor allem das Resultat positiv

2:1 – Bei Franco Fodas Teamchef-Debüt war vor allem das Resultat positiv

Vielversprechender Start in die Ära Franco Foda: Marcel Sabitzer trifft schon in der 5. Minute zum 1:0 für Österreich. Bild: GEPA pictures

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft ist gestern mit wenig Glanz und einem glücklichen 2:1 gegen WM-Teilnehmer Uruguay in die Ära von Neo-Teamchef Franco Foda gestartet. Das Ergebnis war dabei der positivste Aspekt. Ansonsten sah man vor allem, dass noch viel Arbeit auf Foda wartet.

11.600 Zuschauer frierten am gestrigen 25. Todestag von Namensgeber Ernst Happel im österreichischen Nationalstadion auf den Rängen. Laut war es im Prater-Oval nur dann, wenn Stadionsprecher Andy Marek eine Durchsage zu machen hatte. Immerhin wurden die Fans am Ende mit einem sportlichen Erfolgserlebnis für ihre Treue zum Nationalteam belohnt. Auch zu Beginn sah es nach Österreichs rascher Führung durch Marcel Sabitzer nach einem Ausflug von Uruguays-Keeper Martin Silva zumindest kurz nach einem perfekten Debüt aus (5.).

Für die Gäste reichte dennoch ein Spiel mit angezogener Handbremse, um das Ruder sofort an sich zu reißen.

Bei Cavanis 1:1 (10.) kam nicht nur Torhüter Lindner zu spät. Auch die Innenverteidiger Kevin Danso und Aleksandar Dragovic hatten dem Starstürmer von Paris Saint Germain nur zugesehen. Zur Pause hätten die Gäste eigentlich deutlich führen müssen.

Wirkliche Überraschungen bot das erste Spiel von Franco Foda als ÖFB-Teamchef nicht. Das Pressing aus der Ära von Vorgänger Marcel Koller ist vergessen. Beim 4-4-2 stand die defensive Absicherung zumindest auf dem Papier an erster Stelle. Auf dem Platz hatten die Südamerikaner leichtes Spiel, um den heimischen Abwehrriegel wiederholt zu knacken. Zum Glück hatte Goalgetter Cavani trotz seines Treffers einen schlechten Tag.

Kein richtige Leitwolf

Ein richtiger heimischer Leitwolf war nach den zahlreichen verletzungsbedingten Absagen sowie den Rücktritten der vergangenen Monate nicht erkennbar. Links gab Foda mit Florian Kainz jenem Spieler den Vorzug, den er einst selbst bei Sturm Graz großgemacht hatte. Er war ebenso abgemeldet, wie Marko Arnautovic und Guido Burgstaller im Angriff. Generell hatte Österreich im Umschaltspiel seine Probleme. Nach der Pause gab sich auch Uruguay mit dem 1:1 zufrieden. Das rächte sich: Eine Freistoßflanke von Louis Schaub ging an Freund vorbei zum 2:1 ins Netz (87.). Ein Sieg, bei dem am Ende viel Glück im Spiel war.

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Artikel Harald Bartl aus Wien 15. November 2017 - 00:04 Uhr
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