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Traum erfüllt: „Endlich sind wir auch mal Meister“

LICHTENBERG. 2. Klasse Nord-Mitte: Bislang stieg der ASVÖ Lichtenberg immer als Zweiter auf – heuer hat’s mit dem Titel geklappt.

Meisterbericht SV Lichtenberg 2. Klasse Nord-Mitte

Partystimmung bei Lichtenberg: In der kommenden Saison spielt der Verein in der 1. Klasse Nord.    Bild: Foto Lui

Er war das erklärte Saisonziel des ASVÖ Lichtenberg: den Meistertitel in der 2. Klasse Nord Mitte zu holen. Doch während der Herbstsaison sah es nicht danach aus, als könne es der Verein erreichen. Neben fünf Siegen standen auch zwei Niederlagen und ein Unentschieden zu Buche, die Mannschaft befand sich auf dem vierten Tabellenplatz. Der Vorstand entschloss sich zu einem Trainerwechsel: Christian Schörgenhuber, bis dahin verantwortlich für die 1b, übernahm von Dragan Jankovic.

„Es ist ihm sofort gelungen, die Mannschaft zu motivieren und zu begeistern“, sagt Sektionsleiter Johann Durstberger. Schörgenhuber stellte das System um und ließ die Spieler viel üben. „Zum Beispiel, wie nehme ich einen Ball an oder wie laufe ich mich frei.“

Das schlug sich rasch in Ergebnissen nieder: In den folgenden elf Ligaspielen holten die Lichtenberger ebenso viele Siege. „Vor allem die entscheidenden Partien gegen unsere direkten Konkurrenten haben wir mit viel Einsatz verdient gewonnen“, sagt Durstberger.

Vorfreude auf die 1. Klasse

Am Ende holte das Team den Meistertitel mit einem Punkt Vorsprung auf Reichenthal. Dass das letzte Spiel der Saison verloren ging, tat der Feierlaune keinen Abbruch, immerhin steigt Lichtenberg zum ersten Mal als Meister auf. Bislang erreichte man immer als Tabellenzweiter die nächsthöhere Liga.

Die Vorfreude auf die erste Klasse war schon beim ersten Training der Vorbereitungszeit zu spüren, sagt Schörgenhuber: „Jeder ist motiviert, wir wollen unsere Stärken zeigen. Niemand denkt, dass wir uns jetzt, da wir aufgestiegen sind, nicht mehr anstrengen müssen.“ Zwei Verstärkungen sollen noch kommen: ein Verteidiger und ein Legionär aus Tschechien, der Heimat von Top-Torjäger Petr Simonovsky, der mit 20 Toren in 22 Spielen sein Scherflein zum Meistertitel beigetragen hat.

Für die kommende Saison haben sich die Lichtenberger zumindest einen Platz im Mittelfeld vorgenommen. „Wir haben einige gute Spieler und wollen mithalten“, sagt Schörgenhuber. Nicht zuletzt sind auch die Fans mit der größten Begeisterung dabei, wenn es Siege zu feiern gibt.

 

Die gute Seele im Hintergrund: Eine Familie für den Verein

Lichtenberg. Sein Sohn spielt in der Kampfmannschaft und ist Nachwuchstrainer, seine ältere Tochter hilft oft in der Kantine mit und ist Nachwuchstrainerin, die jüngere Tochter spielt in der U7, seine Frau war bis Saisonende Kassierin – und sich selbst bezeichnet Kurt Koblmüller als Mädchen für alles beim ASVÖ Lichtenberg: „Ich bin sportlicher Leiter, kümmere mich um Sponsoren, Fanbetreuung und jetzt auch um die Finanzen.“

Zehn bis 15 Stunden in der Woche investiert der Transportunternehmer in den Verein: „Stünde meine Familie nicht dahinter, würde das gar nicht gehen.“ 1982 kam er als Spieler zum Verein, war Nachwuchstrainer und sitzt jetzt im Vorstand.

Am meisten Freude macht ihm, „mit jungen Leuten zu arbeiten und gemeinsam etwas zu erreichen.“ Mit dem Meistertitel ist ihnen das gelungen.

 

Namen und Fakten

  • Gründungsjahr: 1955
  • Obmann: Walter Hofbauer
  • Sektionsleiter: Johann Durstberger
  • Sportlicher Leiter: Kurt Koblmüller
  • Trainer: Christian Schörgenhuber
  • Jugendleiter: Martin Durstberger
  • Kader: Stephan Leitner, Florian Koblmüller, Oliver Weidinger, Stefan Mühlberger, Petr Simonovsky, Gerlad Wiesmayr, Markus Ratzenböck, Thomas Mayr, Thomas Katzmayr, Eduard Weber, Peter Seyerl, Martin Leitner, Ahmad Abbas, Adrian Bertleff, Markus Mayr, David Koblmüller, Robin Weidinger, Stefan Loidl, Markus Mautner, Michael Mautner, Michael Leitner, Raphael Meichenitsch, Roland Durstberger, Paul Schoissengeier, Severin Kordik, Daniel Walchshofer, Alex Obermühlner.

 

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Artikel Luise Walchshofer 18. Juli 2017 - 00:04 Uhr
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