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"Haben es in den eigenen Händen"

Zuversichtlich: SV-Guntamatic-Ried-Trainer Thomas Weissenböck. Bild: Scharinger

Thomas Weissenböck: "Wir haben es in den eigenen Händen"

RIED. SV-Ried-Trainer Thomas Weissenböck über die entscheidende Saisonphase und die Gründe, warum seine Mannschaft nicht mehr Druck als vor vier Wochen hat.

Von Thomas Streif, 17. Mai 2018 - 19:37 Uhr

Freitagabend empfängt die SV Guntamatic Ried um 20.30 Uhr im Spitzenspiel den TSV Hartberg. Mit einem Sieg könnten die Rieder vor den letzten beiden Spielen auf den zweiten Aufstiegsplatz vorrücken. "Wir haben uns eine gute Ausgangsposition erarbeitet", sagt Trainer Thomas Weissenböck, der die Mannschaft vor genau einem Monat übernahm und seither vier Siege in fünf Spielen einfahren konnte.

Bei den Riedern ist der Einsatz von Torhüter und Kapitän Thomas Gebauer wegen einer leichten Verletzung am Oberschenkel noch etwas ungewiss. Das Betreuerteam geht aber davon aus, dass der Routinier einsatzfähig sein wird. Clemens Walch und Christian Schilling kehren ins Team zurück. Innenverteidiger Constantin Reiner dürfte laut OÖN-Informationen fehlen.

OÖN: Für die SV Ried steht jetzt die Woche der Wahrheit bevor. Fixaufstieg, Relegation oder eine weitere Saison in der Zweiten Liga – alles ist möglich. Wie groß ist der Druck in dieser Situation?

Thomas Weissenböck: Der ist nicht größer als vor vier Wochen, als wir bereits mehr oder weniger mit dem Rücken zur Wand standen. Die Ausgangsposition, dass wir den Aufstieg noch aus eigener Kraft schaffen können, haben wir uns in den vergangenen Partien hart erarbeitet. Wir bereiten uns auf das Saisonfinish mit einer gewissen Ruhe und Sachlichkeit vor. Es ist klar, dass es um viel geht, aber künstlich noch mehr Druck aufzubauen, bringt nichts.

Sie sind erst seit einem Monat Trainer und das in der alles entscheidenden Saisonphase. Was kann man in so kurzer Zeit überhaupt umstellen?

In erster Linie geht es um die Bereitschaft und darum, dass jeder alles für den Verein gibt. Ich spreche die Rieder Tugenden wie Lauffreudigkeit, Einsatzwille und Zweikampfverhalten an. Das ist die Basis, um die taktischen Vorgaben umsetzen zu können. Gewisse Abläufe haben wir vereinfacht. So spielen wir nicht mehr sofort jeden Ball schnell nach vorne, sondern versuchen, in gewissen Situationen Geduld zu haben. Grundsätzlich ist es natürlich angenehmer, wenn man ein Team vor der Meisterschaft intensiv auf die Aufgaben vorbereiten kann. Aber auch die aktuelle Situation hat für mich einen Reiz, ich will Ried in die Bundesliga zurückführen, das ist alles, was zählt derzeit.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam rund um Miron Muslic, Dieter Alge, Tamás Tiefenbach und Hubert Auer?

Ich kann über alle Beteiligten nur das Beste sagen. Jeder bringt seine eigene Persönlichkeit an, das passt gut zusammen. Jeder darf seine Ideen einbringen, das ist mir wichtig. Dass einer alleine vorne steht und alles ohne Absprache bestimmt – das gibt es kaum noch. Es liegt natürlich auf der Hand, dass ich vorne stehe und die Letztentscheidung treffen muss.

Was spricht Ihrer Meinung nach im Saisonfinale für die SV Ried?

Wir haben noch zwei Heimspiele, das ist sicher ein gewisser Vorteil für uns. Ich hoffe, dass wir vor den eigenen Fans so kompakt wie in den vergangenen Heimpartien auftreten. Außerdem ist für uns die Drucksituation aufgrund der vergangenen Wochen überhaupt nicht neu.

Gegen Hartberg hat die SV Ried bisher lediglich einen Punkt geholt. Wie soll es jetzt gelingen, den ersten Sieg gegen die Steirer einzufahren?

Die Vergangenheit und Statistik interessieren mich eigentlich nicht. Ich schaue nur nach vorne. Ein Sieg gegen Hartberg wäre extrem wichtig. Ich vertraue meiner Mannschaft, dass wir es schaffen.

Welchen Appell haben Sie an die Fans der SV Ried?

Die Zuschauer haben uns in den beiden vergangenen Spielen wieder voll unterstützt. Diese Anfeuerung, diesen positiven Support brauchen wir auch im Saisonfinish unbedingt. Eine lautstarke, positive Anfeuerung von den Rängen kann ein großer Vorteil für uns sein. Gemeinsam können wir es schaffen.

Sollte Ried den Aufstieg schaffen. Ist es für Sie eine Option, als Cheftrainer in der Bundesliga weiterzumachen?

Das lasse ich mir komplett offen, ausschließen würde ich aber derzeit gar nichts. Allerdings mache ich mir darüber derzeit keine Gedanken, denn jetzt geht es einzig und alleine darum, dass wir in den drei noch ausstehenden Spielen die Punkte für den Wiederaufstieg einfahren. Dann können sich die Vereinsverantwortlichen und ich noch immer in Ruhe zusammensetzen, um über alles im Detail zu sprechen.

Thomas Weissenböck muss improvisieren.  
Bild: Gepa

 

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