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Wie der erste Schultag: So lief Pervans Start im ÖFB-Team

WIEN. ÖFB-Team: Der LASK-Torhüter war einer von nur 16 Spielern beim ersten Training vor den abschließenden WM-Qualifikationspartien.

Wie der erste Schultag: So lief Pervans Start im ÖFB-Team

Die ersten Flugstunden im Trainingsanzug der Nationalmannschaft: Pervan versuchte sich vor den Augen der Nummer eins Heinz Lindner in Szene zu setzen. Bild: APA/ROBERT JAEGER

Um 13 Uhr begann für LASK-Torhüter Pavao Pervan das Abenteuer Fußball-Nationalmannschaft: Beim Treffpunkt des ÖFB-Teams in einem Hotel im ersten Wiener Gemeindebezirk lernte er Trainer Marcel Koller und die Mitspieler kennen.

"Ich war nicht nervös, ich habe gut geschlafen", ging Pervan gelassen an das Zusammentreffen heran. Das Gefühl beschrieb er eher als Vorfreude. Davor hatte er noch nie Kontakt mit Koller gehabt, die Einberufung war ihm von Teammanager Mario Margreiter mitgeteilt worden. Auch die anderen Spieler kannte er nicht persönlich, nur ein paar war er bisher auf dem Platz gegenübergestanden. Eine Mannschaft ganz neu kennen zu lernen – das erlebte Pervan zuletzt vor neun Jahren, als er von Pasching zum LASK wechselte. Pervan: "Wie der erste Schultag."

Am Nachmittag zog er erstmals das Trainingsgewand der Nationalmannschaft über. Um 17 Uhr begann die öffentliche Einheit auf Trainingsplatz drei des Ernst-Happel-Stadions mit Tormanntrainer Klaus Lindenberger und den Kollegen Heinz Lindner und Daniel Bachmann.

Am ersten Teamtraining nahmen nur 16 der 23 Kaderspieler teil: Stefan Ilsanker, Hannes Wolf, Stefan Lainer, Philipp Lienhart und Maximilian Wöber, die allesamt am Sonntag bei ihren Vereinen durchspielten, blieben ebenso im Mannschaftshotel wie der verkühlte Marko Arnautovic. Der nachnominierte Florian Klein stieß erst am späteren Abend zur ÖFB-Auswahl.

Besonderes Spiel gegen Serbien

Der intensive Tag endete für Pervan nach dem Abendessen. Danach hatte er Zeit, die Informationen, die dem Debütanten über den Ablauf beim ÖFB-Team gegeben wurden, zu sortieren. In den kommenden Tagen will er sich weiter von seiner besten Seite zeigen. Der Platz im ÖFB-Tor scheint an Heinz Lindner vergeben, der zuletzt für die Grasshoppers ein Rückhalt war.

Doch schon bei einem Länderspiel auf der Bank zu sitzen, wird für den gebürtigen Kroaten ein Erlebnis – besonders, am Freitag, wenn der Gegner Serbien heißt.

Vier Stammspieler sagten ab

Vier Stammspieler sagten ab

David Alaba, Martin Harnik und Marcel Sabitzer rückten erst gar nicht in das Teamcamp ein und ersparten sich die Reise nach Wien, Martin Hinteregger war schnell wieder weg: Vier Stammspieler sagten für die abschließenden WM-Qualifikationsspiele ab.

Alaba hatte sich am 5. September gegen Georgien (1:1) eine Sprunggelenksverletzung zugezogen. Sie sei nicht ganz ausgeheilt, teilte der ÖFB als Begründung mit – für die Bayern war Alaba allerdings bereits zwei Mal über 90 Minuten im Einsatz. Harnik sagte wegen eines aktivierten Fersensporns ab. Der 30-Jährige hatte am Samstag beim 1:2 gegen Mönchengladbach das Tor für Hannover erzielt. Sabitzer, der am Sonntag beim 2:1 Leipzigs zwei Assists gab, ließ sich zwei Weisheitszähne entfernen, weswegen der Steirer Antibiotika nehmen muss. Schon vor der Partie gegen Georgien hatte er wegen einer Wadenblessur abgesagt, spielte dann aber drei Tage später für Leipzig über 90 Minuten...

Klein und Schobesberger dabei

Hinteregger wurde wegen einer Reizung des Sprunggelenks nach Hause geschickt. Teamchef Marcel Koller füllte seinen Kader auf: mit dem Eferdinger Philipp Schobesberger, dem Linzer Florian Klein, Valentino Lazaro und Christoph Knasmüllner, der sich mit drei Treffern beim 4:2 gegen den LASK aufdrängte.

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Artikel OÖN 03. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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