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Für Österreichs Frauen-Team beginnt die EM mit einem Endspiel

DEVENTER. Für die ÖFB-Elf ist beim heutigen Endrunden-Debüt gegen die Schweiz Verlieren verboten.

Für Österreichs Frauen-Team beginnt die EM mit einem Endspiel

Trainer Dominik Thalhammer will heute Mut und Offensive von seinem Team sehen. Bild: APA/HANS PUNZ

Dabei sein ist für Österreichs Frauen-Fußball-Nationalmannschaft nicht alles: Bei der heutigen Premiere auf der EM-Bühne gegen die Schweiz in Deventer (18 Uhr, ORF eins) greift die Mannschaft von Trainer Dominik Thalhammer aus der Außenseiterrolle an. Ein mutiger Auftritt soll belohnt werden.

"Das erste Spiel in einem Turnier hat eine ganz große Bedeutung. Wenn das verloren wird, dann sind die Chancen, weiterzukommen, dramatisch verringert. Das ist uns bewusst", sagte Thalhammer. Auf die ÖFB-Auswahl warten danach die vermeintlich übermächtigen Französinnen, will man im Rennen um die beiden Plätze im Viertelfinale mitlaufen, ist heute Verlieren verboten.

Für das ÖFB-Team war bereits die Qualifikation ein Meilenstein, die Schweizerinnen haben das Viertelfinale klar als Ziel ausgegeben. "Die Schweiz ist uns in der Entwicklung im Frauenfußball vielleicht fünf bis zehn Jahre voraus. Man muss einfach sagen, dass sie über uns zu stellen sind", erklärte Thalhammer. Das wird nicht nur in der Weltrangliste deutlich, in der die Schweizerinnen als 17. sieben Ränge vor der ÖFB-Truppe liegen. Im direkten Vergleich holten die Österreicherinnen in acht Begegnungen erst einen Sieg und ein Unentschieden.

Heraf half bei der Analyse

Andreas Heraf, der im Herbst Sportdirektor des neuseeländischen Verbands wird, analysierte vor dem Abschied vom ÖFB in den vergangenen Monaten die Gegnerinnen. "Sie haben mehr Erfahrung als wir und vor allem in der Offensive extrem gute Spielerinnen. Sie haben einen unglaublichen Speed nach vorne", berichtet Thalhammer über die Erkenntnisse. Geht es nach ihm, soll dieser aber nicht zur Geltung kommen – so wie bei der Generalprobe in Wiener Neustadt gegen Dänemark, die mit einem 4:2-Sieg endete.

"Wir haben die Gewissheit, dass wir die Großen ärgern können." Da war ein offensiver, mutiger Auftritt belohnt worden. Thalhammer: "Bei uns ist der Grat zwischen Mut und Naivität oft sehr schmal, aber ich glaube, dass man als Außenseiter einfach mutig auftreten muss."

Ob Viktoria Schnaderbeck dabei mithelfen kann, ist weiter fraglich. Am Sonntag trainierte die Kapitänin nach ihrer Knieverletzung erstmals wieder mit dem Team.

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Artikel OÖN 18. Juli 2017 - 00:04 Uhr
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