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So viele Deutschland-Legionäre wie nie zuvor

MÜNCHEN. Das Frühjahr der deutschen Bundesliga startet mit 21 Österreichern.

Mönchengladbach-Neuzugang Martin Hinteregger

Martin Hinteregger ist einer der drei neuen Bundesliga-Legionäre. Bild: gepa

Die Rückrunde der deutschen Bundesliga startet am Freitag mit einem so großen Österreicher-Kontingent wie nie zuvor. Gleich 21 ÖFB-Legionäre versuchen sich bei ihren Klubs, vor allem auch im Hinblick auf die EM 2016 in Frankreich, in den Vordergrund zu spielen.

Zu Saisonbeginn waren es noch 17 Österreicher gewesen, bei dieser Zahl blieb es nach dem späten Wechsel von György Garics zu Darmstadt sowie Stuttgarts Kevin Stöger zum Zweitligisten Paderborn auch bis zum Winter. Der Ex-Salzburger Martin Hinteregger (Mönchengladbach), der Ex-Mattersburger Karim Onisiwo (Mainz) und der Ex-Nürnberger Alessandro Schöpf (Schalke) betreten nun Liga-Neuland und fiebern deshalb dem Auftakt besonders entgegen.

Ob das Trio zum Auftakt zum Einsatz kommt, ist aber äußerst ungewiss. Auf Hinteregger und Schöpf wartet große Konkurrenz, bei Onisiwo steht nach den Rechtsstreitigkeiten mit seinem Ex-Klub Mattersburg noch die Spielgenehmigung aus. Sollten die drei in Topform agieren, ist ihnen ein Stammplatz aber zuzutrauen. Diesen haben bei voller Fitness in der Regel neben Bayern-Star David Alaba auch Zlatko Junuzovic (Bremen), Julian Baumgartlinger (Mainz), Martin Stranzl (Mönchengladbach), Martin Harnik, Florian Klein (beide Stuttgart), Ramazan Özcan, Lukas Hinterseer (beide Ingolstadt) und György Garics (Darmstadt) sicher. Einen großen Sprung nach vorne haben im Herbst die ÖFB-Zukunftshoffnungen Michael Gregoritsch (Hamburg) und Florian Grillitsch (Bremen) gemacht.

Nur einer von sechs Torhütern mit Einsatzchancen

Die Tormänner haben abgesehen von Özcan keinen leichten Stand. Heinz Lindner (Eintracht Frankfurt) fristet genauso ein Reservistendasein wie Routinier Alexander Manninger (Augsburg). Michael Gspurning durfte im Herbst nur aufgrund von Ausfällen als Ersatzgoalie auf der Schalke-Bank sitzen. Samuel Radlinger kommt bei Hannover über die Nummer-drei-Rolle nicht hinaus, ist deshalb in der Regionalliga im Einsatz. Das trifft auch auf Ivan Lucic zu, der bei Bayern München nur vierter Goalie ist.

Dass Österreichs Fußball im Aufwind ist, wird an den Legionärszahlen deutlich. In der Vergangenheit hat das noch zum Teil ganz anders ausgesehen. Zu Beginn der Saison 2006/07 hielt etwa einzig Markus Weissenberger (Eintracht Frankfurt) Österreichs Fahnen in der deutschen Topliga hoch. Es folgte eine kontinuierliche Steigerung auf 4 (Beginn 2007/08), 7 (Beginn 2008/09), 8 (Beginn 2009/10) und schließlich deutlich auf 15 (Beginn 2010/11). 15 ÖFB-Spieler waren es auch zum Start der Saison 2011/12, gefolgt vom bisherigen Bestwert 18 (Beginn 2012/13). Danach ging die Anzahl wieder leicht auf 14 (Beginn 2013/14) bzw. 15 (Beginn 2014/15) zurück.

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Artikel apa/nachrichten.at 19. Januar 2016 - 10:38 Uhr
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