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Heynckes-Comeback mit 72? "Ich fühle mich topfit"

MÜNCHEN. Jupp Heynckes soll den deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern nach der turbulenten Ära Carlo Ancelotti wieder auf Schiene bringen.

Heynckes-Comeback mit 72? "Ich fühle mich topfit"

Jupp Heynckes und Franck Ribéry Bild: EPA

Die Münchner Granden favorisieren den 72-jährigen Erfolgstrainer, der laut eigenen Angaben "gebeten wurde, das Amt bis Sommer 2018 zu übernehmen". Heynckes, der sich 2013 mit dem Triple aus Champions League, Meisterschaft und Cup von den Bayern in den Ruhestand verabschiedet hat, scheint nicht abgeneigt zu sein.

"Eine Top-Lösung"

"Ich fühle mich trotz meines Alters topfit für die Aufgabe, aber ich muss das Ganze erst analysieren. Es sind schließlich viereinhalb Jahre vergangen, seit ich aufgehört habe. Der Fußball hat sich verändert", sagte Heynckes im Interview mit der "Rheinischen Post". Nachsatz: "Es ist noch nichts klar oder in trockenen Tüchern."

Ottmar Hitzfeld, der mit den Bayern ebenfalls die Champions League gewonnen hat (2001), hält Heynckes für den richtigen Mann: "Er ist eine Top-Lösung, um in die Erfolgsspur zurückzukehren. Er kennt den Verein, das Umfeld und das Team, sein Engagement bringt die nötige Ruhe." Und jenes gute Klima, das zuletzt vergiftet war.

Bei den Bayern hatten sich unter Ancelotti Gruppen gebildet, darunter litt der Mannschaftsgeist. Einige Spieler, die Heynckes 2013 unter seinen Fittichen hatte, sind nach wie vor bei den Bayern aktiv: Neuer, Alaba, Martinez, Boateng, Rafinha, Robben, Ribéry und Müller.

Bahn frei für Nagelsmann?

Die Bayern haben nach dem Ancelotti-Aus auch mit Ex-Dortmund-Trainer Thomas Tuchel gesprochen. Letzterer stand beim Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge hoch im Kurs, Präsident Uli Hoeneß favorisiert Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann (30), der den 42 Jahre älteren Heynckes im Sommer 2018 beerben könnte. Allerdings nur dann, wenn eine Einigung mit Hoffenheim erzielt wird. Nagelsmanns Vertrag bei der TSG läuft noch bis 2021.

Willy Sagnol, der die Bayern interimistisch betreut, hat jedenfalls keine Chance auf eine Beförderung. Das magere 2:2 bei Hertha BSC war kein Ruhmesblatt.

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Artikel OÖN 06. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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