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Dicke Luft bei Bayern trotz des Sieges

MÜNCHEN. Jeder gegen jeden in München: Das 3:0 gegen Anderlecht beruhigte die Gemüter nicht.

Dicke Luft bei Bayern trotz des Sieges

Franck Ribéry Bild: APA/AFP/GUENTER SCHIFFMANN

Wutentbrannt feuerte Franck Ribéry nach seiner Auswechslung sein Trikot auf die Betreuerbank – das 3:0 zum Auftakt der Fußball-Champions-League gegen Anderlecht beruhigte die Gemüter bei Bayern München keineswegs.

"Ich kann verstehen, dass er durchspielen will. Aber seine Reaktion nicht. Ich habe ihn nicht wegen seiner Leistung ausgewechselt, die war gut", musste Trainer Carlo Ancelotti seinen Tausch zwölf Minuten vor Schluss erklären. Die Reaktion störte nicht nur den Italiener: "So etwas darf es beim FC Bayern nicht geben. Ich werde mit ihm darüber reden", erklärte Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Ribérys Reaktion zeigte, wie es aktuell um die Stimmung beim deutschen Rekordmeister steht. Robert Lewandowski beschwerte sich öffentlich über die zurückhaltende Transferpolitik, Thomas Müller darüber, dass es bei Ancelotti für ihn keinen Platz in der Startelf gibt – beide wurden von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge genauso öffentlich gerügt.

Robben platzte der Kragen

Nach dem Sieg gegen Anderlecht platzte Arjen Robben der Kragen: "Wir müssen nicht mehr so viel reden, sondern es auf dem Platz zeigen."

Denn spielerisch ging erneut nicht viel, obwohl die Belgier ab der elften Minute in Unterzahl waren. Robben: "Bei allem Respekt, aber nach der Roten Karte musst du die aus der Arena schießen. Gegen einen stärkeren Gegner hätten wir Probleme bekommen." Ancelotti hingegen versuchte, Ruhe auszustrahlen: "Es war keine Topleistung, aber eine Leistung, die uns in dieser Phase reicht." In zwei Wochen muss allerdings eine Steigerung her: Da gastieren die Bayern bei Paris Saint-Germain, das auswärts über Celtic Glasgow mit 5:0 hinwegfegte. Neymar, Kylian Mbappé und Edinson Cavani benötigten nicht einmal 40 Minuten, um sich geschlossen in die Torschützenliste einzutragen.

Pogba fällt länger aus

Der FC Barcelona montierte dank eines bestechenden Lionel Messi Juventus Turin mit 3:0 ab. Juventus-Trainer Massimiliano Allegri beklagte "drei Tore aus Gegenstößen", außerdem habe Barcelona "diesen einen Spieler, der jedes Spiel verändern kann. Wenn man Messi Räume gibt, wird man bestraft."

Bei Manchester United wurde die Freude über das 3:0 gegen Basel bei der Rückkehr in die Champions League getrübt: Paul Pogba musste früh mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden und dürfte mehrere Wochen ausfallen.

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Artikel OÖN 14. September 2017 - 00:04 Uhr
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