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Aufregung um Ribery bei Bayern-Sieg

MÜNCHEN. Beim FC Bayern herrschte trotz des 3:0 gegen Anderlecht dicke Luft.

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Franck Ribery Bild: GUENTER SCHIFFMANN (APA/AFP/GUENTER SCHIFFMANN)

"Das Publikum verdient mehr", sagte Arjen Robben nach dem Heimspiel der Münchner. "Bei allem Respekt. Nach der Roten Karte musst du die aus der Arena schießen. Da musst du geil sein und mehr Tore schießen", erklärte der Niederländer nach den Treffern von Robert Lewandowski (12./Elfmeter), Thiago (65.) und Joshua Kimmich (90.).

Nach Sven Kums Notbremse gegen Lewandowski, für die Anderlechts Profi die Rote Karte sah (11.), war kaum Spielfreude bei den Bayern zu sehen, selten Tempo, noch seltener mannschaftliche Harmonie. "Wir müssen uns hinterfragen, alle", lautete Robbens Fazit. Die Stimmungslage bei den ohne den verletzten David Alaba angetretenen Münchnern (Marco Friedl auf der Bank) bleibt früh in der Saison angespannt.

Thomas Müller saß am Vorabend seines 28. Geburtstages erneut bis zu seiner späten Einwechslung frustriert auf der Ersatzbank. Und der emotionale Franck Ribery riss sich nach seiner Auswechslung das Trikot vom Leib und schleuderte es wütend auf die Bank. Sportdirektor Hasan Salihamidzic rügte den Franzosen für sein Fehlverhalten. "Das darf nicht passieren beim FC Bayern München. Das ist nicht okay. Da werden wir sprechen drüber", kündigte er an.

Auch Trainer Carlo Ancelotti erwartet eine Erklärung von Ribery. "Ich kann verstehen, dass er durchspielen will. Aber seine Reaktion nicht." Der von den Medien hinterfragte Italiener verließ das Stadion "insgesamt zufrieden", wie er bemerkte: "Es war keine Topleistung, aber eine Leistung, die uns in dieser Phase reicht." Immerhin gab es keine neue Aufregung um Topstürmer Lewandowski, der ob seiner in einem Interview getätigten Aussagen jüngst von Clubchef Karl-Heinz Rummenigge gerügt wurde.

Schon in zwei Wochen kommt es für die Bayern in Paris zur Kraftprobe mit Neymar und Co. Der Brasilianer gab in Glasgow in Verbund mit seinen Nebenleuten Kylian Mbappe und Edinson Cavani eine Kostprobe des Offensivpotenzial der Franzosen ab. Nicht einmal 40 Minuten benötigte das Trio, um sich beim 5:0 gegen Celtic geschlossen in die Torschützenliste einzutragen. Neymar traf zur Führung (19.) und legte Mbappes 2:0 (34.) auf, ehe er Cavani (40.) nach dessen verwandeltem Foulelfer gratulieren durfte.

Neymar war nach der Partie "sehr glücklich". Es sei eine Freude, mit Leuten wie Mbappe zusammenzuspielen. "Für mich ist er ein großartiger Spieler, und er hat das Potenzial, noch besser zu werden", sagte der Superstar über seinen 18-jährigen Sturmpartner. Neben dem Duo, das PSG in Summe mehr als 400 Millionen Euro wert ist, wirkt der vor vier Jahren um 64 Mio. Euro von Napoli verpflichtete Cavani wie ein Schnäppchen. Celtic-Trainer Brendan Rodgers lobte sein Team jedenfalls dafür, in der zweiten Spielhälfte dagegengehalten zu haben.

Keinen Gedanken an Neymar verschwendete man bei dessen Ex-Team. Der FC Barcelona montierte Juventus dank des weiter bestechend spielenden Lionel Messi ab. Der Argentinier, der sich am Wochenende beim 5:0 im Derby gegen Espanyol mit drei Toren warm geschossen hatte, bezwang Juve-Legende Gigi Buffon im vierten Anlauf zum ersten Mal (45.). Nach dem Seitenwechsel war Messi am zweiten Treffer durch Ivan Rakitic (56.) beteiligt und besorgte nach einem Sololauf schließlich den Endstand (69.).

"Ich habe schon oft gegen ihn gelitten, jetzt darf ich mich glücklicherweise freuen", sagte Ernesto Valverde nach der Partie. Barcelonas Neo-Coach saß bereits bei einigen Liga-Rivalen der Katalanen auf der Betreuerbank. Neben Messi wusste auch Andres Iniesta zu gefallen. Der 33-Jährige hat seinen mit Saisonende Vertrag auslaufenden Vertrag noch nicht verlängert. Auch deshalb machen Gegner von Josep Maria Bartomeu weiter für einen Misstrauensantrag gegen den Club-Boss Stimmung. Bartomeus größtes Argument dagegen scheint aktuell die Hochform Messis.

Juventus kassierte nach dem gewonnenen Viertelfinal-Duell der vergangenen Saison eine schmerzliche Niederlage. Italiens Serienmeister agierte mit einer im Gegensatz zum gegen Real Madrid verlorenen Champions-League-Finale mit einer komplett umformierten Abwehr. Neben Leonardo Bonucci und Dani Alves, die den Club verlassen haben, fehlte gegen Barcelona auch Giorgio Chiellini wegen einer Verletzung. Trainer Massimiliano Allegri beklagte "drei Tore aus Gegenstößen", außerdem habe Barcelona "diesen einen Spieler, der jedes Spiel verändern kann. Wenn man Messi Räume gibt, wird man bestraft."

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Artikel nachrichten.at/apa 13. September 2017 - 11:35 Uhr
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