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Atletico Madrids Matchwinner Griezmann steht vor dem Abgang

MADRID. Antoine Griezmann war im Europa-League-Finale gegen Olympique Marseille (3:0) mit zwei Toren der bestimmende Mann. Der Franzose könnte Atletico Madrid aber schon bald abhandenkommen.

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Antoine Griezmann Bild: gepa

Mit dem dritten Titel in der Fußball-Europa-League hat Atletico Madrid seinen Status als eines der konstantesten Topteams bestätigt. "Wir haben uns in diesem Bewerb neu erfunden", sagte Erfolgscoach Diego Simeone, der zwei der drei EL-Triumphe orchestrierte, nach dem 3:0 über Olympique Marseille am Mittwoch in Lyon. Ausgerechnet Doppeltorschütze Antoine Griezmann dürfte ihm aber abhandenkommen.

Es wäre ein nahezu perfekter Abgang. Zwei Treffer als Abschiedsgeschenk, 3:0-Sieg gegen Salzburg-Bezwinger Olympique Marseille im EL-Finale, erster großer Titel der Karriere: So lief die wahrscheinlich letzte große Vorstellung von Griezmann für Atletico. "Marseille ist ein Offensivteam, sie sind sehr gut, aber wir haben uns auf unsere Stärken konzentriert: Gut verteidigen, ein harter Gegner sein und auf ihre Fehler lauern", umschrieb Frankreichs Teamspieler die altbekannte Taktik der Spanier.

Sollte er den Verein nach vier Jahren und zwei EL-Triumphen verlassen, könnte ihm Simeone wohl nicht böse sein. Denn die Chance, auch die Champions League zu gewinnen, ist etwa beim angeblich stark interessierten FC Barcelona größer. "Wenn er uns verlässt, ist das okay, weil er so viel für den Club gegeben hat", sagte der argentinische Coach nach dem Titelgewinn in Lyon.

Beeindruckende Bilanz

Simeone sah sich im Glauben bestätigt, auch mit Atletico reüssieren zu können. "Sportlich sind wir nicht so weit weg von den Teams, die tiefer in die Tasche greifen können." Tatsächlich stand man nun zum fünften Mal innerhalb von acht Jahren in einem europäischen Finale und hatte 2014 und 2016 nur äußerst knapp gegen den großen Rivalen Real Madrid den CL-Sieg verpasst.

Jener Mann, der am Mittwoch in der 90. Minute für Griezmann eingewechselt wurde, wird am Sonntag nach dem Heimspiel gegen Eibar jedenfalls sicher verabschiedet. Für Stürmer Fernando Torres ist es die letzte Partie im Trikot seines Herzensclubs. "Ein Traum ist wahr geworden", sagte der 34-Jährige nach dem 3:0. Dabei hatte er schon zuvor alles gewonnen und zum Teil auch noch mehrfach: Champions League mit Chelsea 2012, zweifacher Europameister mit Spanien, Weltmeister, zweifacher Europa-League-Sieger.

Am Boden zerstört

Marseilles Spieler waren nach dem Abpfiff hingegen kaum zu trösten. "Es bricht mir das Herz", sagte Flügelspieler Florian Thauvin. Innenverteidiger Adil Rami, 2016 EL-Sieger mit dem FC Sevilla, analysierte die Gründe für die Niederlage. "Dieser letzte Schritt war zu groß für uns", sagte Rami. "Uns fehlt die Erfahrung. Gegen eine solche Mannschaft solltest du nicht versuchen, Fußball zu spielen. Du musst lange Pässe spielen und zweite Bälle gewinnen."

Dabei schien die spielerische Linie der Franzosen in der Anfangsphase durchaus vielversprechend. Doch während "OM"-Stürmer Valere Germain eine Riesenchance in der vierten Minute ausließ, agierte Griezmann schon beim ersten Tor nach einem schweren Patzer von Mittelfeldakteur Zambo Anguissa eiskalt. "Gegen ein Team wie Atletico darfst du dir solche Fehler nicht erlauben", resümierte ein ernüchterter Marseille-Coach Rudi Garcia.

"Der Endstand spiegelt das Spiel nicht wider, das erfahrenere Team hat gewonnen", stellte er fest. "Sie wissen, wie man diese Partien spielt, spielen regelmäßig in der Champions League. Wir müssen uns also nicht schämen, verloren zu haben." Naturgemäß bedauerte er den Verlust von Spielmacher Dimitri Payet, der schon in der ersten Hälfte verletzt ausschied. "Das war ganz offensichtlich ein großes Problem für uns", sagte Garcia, der in der Folge nicht zuletzt Payets Gefahr bei Standardsituationen vermisste. Er sei sich des Risikos, den nicht voll fitten Offensivmann einzusetzen, bewusst gewesen: "In einem solchen Spiel musst du das Risiko nehmen."

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Artikel OÖN-Sport/APA 17. Mai 2018 - 13:11 Uhr
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