OÖN: Wie haben Sie sich als ÖFB-Präsident auf der Ehrentribüne gefühlt, als das Nationalteam ausgepfiffen wurde?
Windtner: Da zittert man mit den Spielern mit und hofft, dass doch noch etwas geht. Natürlich hab‘ ich mich auch über die Verunsicherung und Verkrampfung gewundert.
OÖN: Haben Sie noch an einen Sieg geglaubt?
Windtner: Als die 90. Minute angezeigt wurde, nicht mehr.
OÖN: Waren Sie da mental schon im Krisen-Management-Modus und auf der Suche nach einem neuen Teamchef?
Windtner: Nein. Die Fußballweisheit, dass ein Spiel erst dann aus ist, wenn der Schiedsrichter abpfeift, ist auch für mich gültig. Und die kolportierte Meinung, dass es in diesem Spiel um den Kopf des Teamchefs gegangen wäre, kann sicher nicht durch eine Aussage eines ÖFB-Verantwortlichen untermauert werden.
OÖN: Wie sicher sitzt Didi Constantini auf der ÖFB-Trainerbank?
Windtner: Jetzt eine Trainerdiskussion zu führen, wäre absurd. Die Mannschaft hat ja den erwarteten Sieg eingefahren ...
OÖN: Aber wie ...
Windtner: Dass man mit dem Verlauf des Spiels nicht zufrieden sein kann, ist klar. Aber wir müssen die positiven Dinge mitnehmen. Drei Punkte wurden geholt, und die Mannschaft hat eine eher unösterreichische Tugend gezeigt. Sie hat bis zum Schluss nie aufgegeben und in letzter Sekunde das Spiel noch gewonnen. So etwas machen normal nur die Deutschen.
OÖN: War es professionell, dass sich die Teamspieler in Salzburg nicht von den Fans verabschiedet haben, sondern beleidigt in die Kabinen geflüchtet sind?
Windtner: Ich bin über diese Reaktion nicht glücklich, sie war nicht richtig, hat aber irgendwie zu diesem Spiel gepasst.
OÖN: Der Plan war, dass nach einem großartigen Sieg über Kasachstan eine Euphorie entfacht wird, damit am 8. Oktober beim Spiel gegen Aserbaidschan das Wiener Happel-Stadion gut gefüllt ist. Von Euphorie ist jetzt eher nichts zu spüren.
Windtner: Das stimmt. Aber die Fans werden trotzdem kommen. Die Zeilen vom schlechten Spiel sind bald vergessen, aber die Tabelle steht noch länger in den Medien.
Wer das Gestolpere der österreichischen Nationalmannschaft vom Dienstag auch nur ansatzweise mit deutscher Spielkultur vergleicht ist entweder ahnungslos oder versucht mit dem Ignorieren von offensichtlich erkennbaren Unzulänglichkeiten davon abzulenken, dass er Mitverantwortung an der Bestellung dieses Teamchefs hatte. Wer sich genauer mit der Person Constantini auseinandergesetzt hätte, hätte erkennen müssen, dass DC immer nur kurzfristig bei "kompakten Mannschaften" zum Abzocken ausgeholfen hat (Austria, Pasching), aber nirgendwo auch nur annähernd Aufbauarbeit geleistet hat.
also du kennst dich wirklich gut aus muss ich sagen! *gg*
du hast vollkommen recht, der cd übernimmt nur kurzfristig mannschaften und hilft dann aus! dann kann er als wundertrainer gelobt werden, weil meistens eine änderung kurzfristig erfolgreich ist! aber längerfristug bringt der typ keinen erfolg!
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