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Reals Europacup-Rechnung: 250 Millionen Euro für nichts

MADRID. 250 Millionen Euro hat Real Madrid im Sommer in neue Spieler investiert. Ziemlich viel für einen Verein, der sich nach dem 1:1 gegen Lyon wieder einmal im Achtelfinale aus der Fußball-Champions- League verabschieden muss.

Sie hätten doch längst gewarnt sein müssen. Nicht nur von der Horror-Bilanz gegen Lyon: In den vergangenen fünf direkten Duellen gab es null Siege, zwei Remis und drei Niederlagen. Mit dem gestrigen 1:1 ist Real damit zum sechsten Mal in Serie bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Und statt eines Europacupfinales daheim im Estadio Bernabeu gibt es am Ende nur Spott und Hohn.

Gerade am vergangenen Sonntag erst war Real Madrid beim 3:2 über den FC Sevilla zwei Mal ausgekontert worden. Am Ende reichte aber der Sturmlauf noch, um ein 0:2 in ein 3:2 zu verwandeln.

Doch das geht nicht immer. Lyon ist taktisch um einiges besser organisiert. Keine Mannschaft voller Wunderkicker, aber ein starkes Kollektiv, das auch einmal eine Drangperiode des Gegners überstehen – und das auf seine Konterchancen warten kann.

Das Problem von Real – es kehrt jedes Mal wieder. So wie das Aus, noch bevor das Viertelfinale in der Champions League angepfiffen wird. Vorne, da steigen sie sich gegenseitig auf die Füße. Oder wer kann es sich sonst leisten, einen Kaká nach 75 Minuten vom Feld zu nehmen, obwohl man gerade einen Sturmlauf startet, um doch noch die Partie zu drehen? Davor vergaben sie Chancen in Hülle und Fülle. Dazu noch ein Haken, und noch ein Ferserl von Cristiano Ronaldo. Das sieht gut aus, bringt aber im Endeffekt wenig.

Vor allem dann, wenn die Abwehr alles andere als sicher steht und man auch noch Abwehrchef Pepe vorgeben muss. Nie hatte Trainer Manuel Pellegrini die richtige Mischung gefunden. Deswegen steht der Chilene hart in der Kritik. „Ich denke nicht daran, zurückzutreten“, sagte der „Sündenbock“, dem Reals Sportdirektor Jorge Valdano den Rücken stärkte. „Er ist und bleibt Real-Trainer. Wir vertrauen seiner Arbeit und respektieren ihn.“

Guti: „Es war eine Schande“

Zumindest eine ehrliche Selbsterkenntnis gab es nach dem Spiel: „Unsere Leistung war eine Schande. Wir müssen mehr als Mannschaft und weniger als Individualisten auftreten“, sagte etwa Kapitän Guti. Seine Kollegen haben jetzt genügend Zeit, um darüber nachzudenken.

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Artikel 12. März 2010 - 00:04 Uhr
Bild vergrößern Real-Superstar Cristiano Ronaldo

Bild: Reuters

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