Um als drittklassiger Klub einen Bundesligisten aus dem ÖFB-Cup zu werfen gehört eine große Portion Glück dazu – Blau-Weiß Linz hatte gegen Rapid Wien bereits zur Pause alles Glück der Fußball-Welt aufgebracht, dazu brachte Torhüter David Wimleitner die anstürmenden Wiener zur Verzweiflung.
Es waren noch nicht einmal alle Blau-Weiß-Fans im Stadion, da hätte der Rekordmeister schon mit 2:0 führen müssen. Steffen Hofmann (6.) traf per Kopf die Stange, Branko Boskovic zwei Minuten später nur die Latte. In dieser Tonart ging es weiter. Der Regionalligist wurde weit in die eigene Hälfte gedrängt, Rapid spielte sich vor allem über die linke Seite viele Torchancen heraus. Den überragenden Christopher Drazan bekamen die Linzer nie in den Griff.
Erst nach 20 Minuten machten sich die Gastgeber zum ersten Mal bemerkbar. Der Schuss von Thomas Eder ging weit über das Gehäuse von Raimund Hedl, die mittlerweile vollzähligen Blau-Weiß-Anhänger jubelten dennoch, als ob sie in Führung liegen würden. In der 35. Minute brach das Stahlgewitter los: Mit dem bisher einzigen Schuss auf das Tor ging der Außenseiter in Führung. Nach einem weiten Einwurf von Ex-Teamspieler Thomas Eder landete der Ball vor den Beinen von Svetozar Nikolov, der mit seinem schwächeren linken Fuß genau in das Kreuzeck knallte – 1:0. Während die blau-weißen Fans von der Sensation träumten, war es im gut gefüllten Rapid-Sektor mucksmäuschenstill.
Rapid schlug eiskalt zu
So fahrlässig die Mannschaft von Trainer Peter Pacult in den ersten 45 Minuten mit den Tormöglichkeiten umgingen, so eiskalt schlug Rapid bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nach dem Seitenwechsel zu. Nach 58 Sekunden wurde Christopher Drazan auf der linken Seite frei gespielt – 1:1. In der 69. Minute bediente Hofmann Jelavic – 2:1 für Rapid.
Blau-Weiß hatte nur eine „halbe“ Ausgleichschance durch Valentine Duru (79.), während Christopher Trimmel für Rapid noch einmal die Stange traf (92.). Die Blau-Weiß-Linz-Spieler wurden dennoch nach dem Match von ihren Fans wie Sieger gefeiert.
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