Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 29. Juli 2014, 22:52 Uhr

Linz: 23°C Ort wählen »
 
Dienstag, 29. Juli 2014, 22:52 Uhr mehr Wetter »
Sport  > Fußball

Trauer um Rudi Strittich

Rudi Strittich

Rudi Strittich † Bild: OÖN

Er war einer der besten Fußballer Österreichs und weit über die Grenzen von Steyr hinaus bekannt. Zu seinen Freunden zählten Größen wie ein Ernst Happel und ein Helmut Senekowitsch und im Vorwärts-Stadion hatte der frühere Rechtsaußen einen reservierten Sitzplatz mit Polster. Doch nun bleibt sein Platz leer. Rudi Strittich ist in der Nacht auf Sonntag nach kurzer schwerer Krankheit im 89. Lebensjahr verstorben.

„Der Rudi war ein fanatischer Fußballfan und ein fantastischer Spieler“, erinnert sich der ehemalige Sportchef der OÖNachrichten, Leo Strasser, an einen langjährigen Weggefährten zurück. Schon als Achtjähriger jagte Strittich für Vorwärts Steyr dem „Fetzenlaberl“ nach, als 14-Jähriger stand er in der Anfangsformation des Traditionsvereins. Der Beginn einer großen Karriere: Vier Mal trug er zwischen 1946 und 1949 den Dress des österreichischen Nationalteams. Unvergessen sind seine Sturmläufe bei der Vienna auf der rechten Seite. Genial seine Pässe zur Mitte, wo Karl Decker das Anspiel in vielen Fällen zum Torerfolg verwertete. Einen österreichischen Meistertitel konnte der Spieler Strittich mit der Vienna bejubeln, einmal stand er in seiner Laufbahn im Cup-Finale.

Sein Beruf als Fußball-Trainer ließ Strittich zum Weltenbummler werden. Er machte Station in Kolumbien, Frankreich, der Schweiz, Griechenland und Spanien. Seine größten Erfolge feierte er in Dänemark, wo auch eine seiner beiden Töchter lebt. Vier Jahre lang war er hier Teamchef. In Esbjerg – den Klub führte er von der Bank aus zu vier Meistertiteln – ist er nach wie vor unvergessen. So wurde das Vereinsmaskottchen erst vor wenigen Monaten „Stritiz“ genannt – eine Huldigung an den erfolgreichsten Trainer des Klubs. Die letzte Trainerstation war Austria Salzburg (1980).

Auch als Mensch war der Steyrer eine Größe. „Der Rudi war immer so gut gelaunt und lustig“, sagt seine Frau Monika. Solange er nur konnte, verfolgte er das Geschehen auf dem Rasen. „Der Fußball war sein Leben“, sagt Monika Strittich. Wann und wo die Verabschiedung stattfindet, wird heute bekanntgegeben. (fl/viel)

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Neuen Kommentar schreiben

  Für nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.
Als Autor des Kommentars scheint Ihr gewünschter Benutzername auf.

Um sich registrieren zu können müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.
Gewünschter Benutzername
Gewünschtes Passwort
Wiederholung Passwort
E-Mail
Anrede
  Frau    Herr 
Vorname
Nachname
OÖNcard / Kundennummer (optional)
Handynummer
 
/
 

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 8 + 2? : 


Artikel 12. Juli 2010 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Regionalliga-Saisonvorschau: Blau-Weiß Linz

LINZ. Bei der Saisonstart-Pressekonferenz präsentierte Fußball-Regionalligist Blau-Weiß Linz den neuen ...

Andreas Herzog bleibt Co-Trainer beim US-Team

SALZBURG. Österreichs Fußball-Rekordnationalspieler Andreas Herzog bleibt vier weitere Jahre Co-Trainer ...

Regionalliga-Saisonvorschau: UVB Vöcklamarkt

VÖCKLAMARKT. Mit Thomas Heissl schwingt in der kommenden Saison ein neuer Trainer das Zepter bei ...

Der FC Bayern will den amerikanischen Markt erobern

NEW YORK/MÜNCHEN. Die USA sind das Land des American Football, des Baseball und des Basketball.

U19-EM: Österreich verliert im Halbfinale gegen Deutschland

BUDAPEST. Der Traum vom EM-Finale ist für Österreichs U19-Fußballer am Montagabend jäh geplatzt.
Meistgelesene Artikel   mehr »