
„Darauf hat man den ganzen Winter gewartet. Es ist schön, rauszufahren und zu spüren, man hat wieder ordentlich Dampf unter der Haube“, sagte er nach der Enthüllung.
Der neue Bolide hielt für Doppel-Champion Vettel keine großen Überraschungen bereit. „Das Auto ist zum größten Teil aufgebaut auf dem letztjährigen Auto. Es sind kleine, aber feine Unterschiede“, sagte der 24-Jährige. Die Jungfernfahrt im neuen Auto überlässt er heute in Jerez seinem Teamkollegen Mark Webber.
Vettel wird dann am Donnerstag und Freitag auf die Strecke gehen. Das Auffälligste am blau-gelben Boliden ist die im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich veränderte Frontpartie, die ähnlich wie beim Ferrari einen mächtigen Höcker aufweist. Der soll mehr Sicherheit garantieren. „Ein wenig hässlich“, gestand Chefdesigner Adrian Newey. McLaren hat sich hingegen für einen geschwungenen Übergang entschieden. Auch bei den Fans auf Facebook und Twitter waren die Meinungen geteilt. „Sieht aus wie ein Gabelstapler“, meinte einer, andere gerieten ins Schwärmen.
„Wir haben dieses Auto in Rekordzeit gebaut“, sagte Boss Christian Horner. Nach der überragenden Vorsaison mit zwölf Siegen habe das Team beim Bau auf Kontinuität gesetzt. Nur zwölf Testtage stehen den Rennställen vor Beginn der Saison am 18. März in Melbourne zur Verfügung.
Präsentation des neuen Boliden RB8
Vettel führt in diesem Jahr das wohl stärkste Feld in der Geschichte der Formel 1 an. Insgesamt sind sechs Weltmeister am Start. Neben dem Titelverteidiger aus Heppenheim rechnen sich die früheren Champions Fernando Alonso (Ferrari), Jenson Button und Lewis Hamilton (beide McLaren) gute WM-Chancen aus. Eher als Außenseiter gehen Rekordweltmeister Michael Schumacher im Silberpfeil und Rückkehrer Kimi Räikkönen im Lotus in die Saison.
Räikkönen eröffnete Tests mit Bestzeit
Formel-1-Rückkehrer Kimi Räikkönen hat am Vormittag des ersten Testtages in Jerez de la Frontera die Bestzeit markiert. Der Finne benötigte am Dienstag für seine schnellste Runde 1:19,670 Minuten. Der Weltmeister von 2007 drehte im neuen Lotus in den ersten vier Stunden insgesamt 50 Runden auf dem 4,42 Kilometer langen Kurs und verwies den Briten Paul di Resta im Force India (+0,102 Sekunden) auf Rang zwei.
Im neuen RB8 von Weltmeister Red Bull durfte Mark Webber die Jungfernfahrt machen. Der Australier kam bis zur Halbzeit des Acht-Stunden-Tages allerdings nur auf vier Runden. Der amtierende Champion Sebastian Vettel wird das Cockpit am Donnerstag und Freitag übernehmen. Das Mercedes-Duo Nico Rosberg und Rekordweltmeister Michael Schumacher absolviert die Testfahrten im Vorjahresmodell.
Ordentlich aufs Tempo drücken sollen ab dieser Saison die Mechaniker des Traditionsteams Williams, das den neuen Boliden am Dienstag in Jerez präsentierte. Der mehrfache Leichtathletik-Olympiasieger und -Weltmeister Michael Johnson soll der Crew Beine machen. Bei einem zweitägigen Besuch lernte der US-Sprinter bereits die Fabrik im englischen Grove kennen. "Das Ziel ist, dass sie mehr wie Athleten denken", sagte Johnson über seinen Job mit der Pit-Stop-Mannschaft.
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