Nach 1239 Tagen Pause wird Michael Schumacher am kommenden Sonntag in Bahrain seine Rückkehr in den Formel-1-Zirkus feiern. Die Kameras sind vorbereitet, um abzudrücken, wenn er die Mercedes-Box zu seiner ersten großen Ausfahrt verlassen wird. Der siebenfache Weltmeister ist in aller Munde und lässt fast vergessen, was im vergangenen Formel-1-Jahr passiert ist.
Jenson Button holte 2009 den Titel. Der Doppeldiffusor an seinem Brawn-GP-Boliden gab ihm den technischen Vorsprung, um sechs Siege einzufahren. Lewis Hamilton musste schon im ersten Saisonrennen zu unfairen Mitteln greifen, um mit dem McLaren nicht hinten nachzufahren. Dem Renault-Team drohte der Totalschaden, weil Nelson Piquet schon 2008 sein Auto absichtlich gegen eine Wand gefahren hatte. Max Mosley ist nicht mehr Präsident des Welt-Motorsportverbandes FIA.
Sebastian Vettel gewann im Red Bull vier Rennen. Felipe Massa entging in Budapest nur knapp dem Tod. Seine Ersatzfahrer, Luca Badoer und Giancarlo Fisichella, wurden zur Lachnummer, weil sie den Ferrari nicht zum Laufen brachten.
Das alles wurde von der Rückkehr Schumachers zugedeckt. Das Rennen am Sonntag ist sein 250. Karriere-Grand-Prix. 91 davon hat er auf dem Weg zu sieben WM-Titeln gewonnen und übrigens: Jean Todt ist neuer Präsident der FIA. Lewis Hamilton fährt nun gemeinsam mit Jenson Button um Erfolge bei McLaren. Felipe Massa ist wieder in das Cockpit seines Ferrari zurückgekehrt. Luca Badoer und Giancarlo Fisichella wurden dagegen wieder zu Crash-Test-Dummies degradiert. Flavio Briatore ist Ex-Teamchef und musste den Zirkus verlassen, dafür darf Renault weiter Gas geben. Und Sebastian Vettel? Er reitet weiter auf einem Roten Bullen durch die Formel 1. (mad)
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