Als der gebürtige Steirer Gregor Baumgartner 2003 von seinem Eishockey-Abenteuer Nordamerika, zu dem er schon als 15-Jähriger von Kapfenberg aus aufgebrochen war, nach Österreich zurückkehrte, verschlug es ihn für drei Saisonen in die Bundeshauptstadt. In seiner zweiten Saison konnte er mit den Capitals im Eissportzentrum Kagran auch gleich über seinen ersten österreichischen Meistertitel jubeln. Just nach seinem besten Jahr für die Wiener spießte es sich aber plötzlich bei der Vertragsverlängerung. „Man hatte damals die Einbildung, dass die Österreicher zu teuer sind. Wien ist damals einen anderen Weg gegangen. Ich wollte sowieso eine Abwechslung haben und in Linz hat es die Möglichkeit gegeben“, sagte der heute 32-Jährige.
Für die Black Wings absolvierte er seither 346 Spiele und war 2010 schon einmal sehr knapp an seinem zweiten Meistertitel dran. Damals hatten die Linzer bekanntlich die Capitals in der denkwürdigen Semifinal-Serie nach 0:3-Rückstand noch aus der Saison geworfen.
Baumgartner fühlt sich in der Wiener Albert-Schulz-Halle generell wohl. „Ich war ja dort lange daheim.“ In dieser Saison liegen ihm die Caps aber sowohl in Wien, wie auch in der Keine-Sorgen-EisArena ganz besonders. In den sechs Saisonduellen erzielte er acht seiner insgesamt 24 Saisontreffer. „Es gibt einfach Mannschaften, die einem besonders liegen. Das ist aber von Saison zu Saison verschieden. Heuer sind es eben die Capitals“, sagte Baumgartner, der die Wings am Dienstag mit dem Tor zum 2:2 erst in die Verlängerung brachte.
Trotz des Umweges über die Overtime war er mit der gesamten Leistung seiner Mannschaft schon zufriedener als noch zum Auftakt der Best-of-Seven-Serie am vergangenen Sonntag. „Man hat gemerkt, dass wir langsam das Kommando übernehmen. Schön langsam fangen wir zu rollen an – und die Caps werden immer müder. Der Sieg war dann zwar trotzdem glücklich, aber es war schon vom Gefühl her während des Spiels so, dass wir sie heute schlagen können.“
Dieses Gefühl wollen sich die Linzer heute in das zweite Heimspiel der Serie mitnehmen. Am besten mit weiteren Treffern von Gregor Baumgartner: „Ich hoffe, dass es in diese Richtung weitergeht.“
Scherben bei Linz nach dem Spiel
Am Dienstag war bei der ersten Viertifinalpartie in Wien auch das Verhältnis zwischen den Fangruppen der Vienna Caps und den Black Wings angespannt. Auch die Wiener Polizei musste einschreiten, um eine Eskalation zu verhindern. Sie konnten allerdings nicht verhindern, dass sich einige vermeintliche Fans der Capitals an den Autos der Black Wings zu schaffen machten. So erlebte der Sportwissenschafter der Linzer, Radosav Djukic, eine böse Überraschung, als er zu seinem Auto kam. Die Heckscheibe war zertrümmert worden, obwohl Djukic mit einem Grazer Kennzeichen unterwegs ist. „Die dürften ihn kennen und beobachtet haben“, sagte ein Beamter in Wien. Auch der Kleinbus der Junior-Wings wurde in Mitleidenschaft gezogen. Ein Seitenfenster wurde eingeschlagen und eine Handtasche aus dem Wageninneren entfernt.
Die Black Wings wollen heute, Donnerstag, sportlich auf dieses Geschehen reagieren und mit einem Sieg den Grundstein für den Einzug ins Semifinale legen.
Lesen Sie dazu auch den Oberösterreicher des Tages: Gerald Rachlinger, Die Stimme der Black Wings
Playoff im Überblick
Black Wings Linz – Vienna Capitals
Donnerstag, 19.15 Uhr
bereits gespielt, 1. Spiel: 3:4 n. V. (0:2, 2:1, 1:0); 2. Spiel: 3:2 n. V. (1:1, 0:0, 1:1)
Stand in der Serie: 1:1
Zagreb – Znaim
Donnerstag, 19.15 Uhr
bereits gespielt, 1. Spiel: 3:1 (1:0, 1:0, 1:1); 2. Spiel: 5:2 (2:0, 2:1, 1:1)
Stand in der Serie: 2:0
Szekesfehervar – Olimpija Laibach
Donnerstag, 19.15 Uhr
bereits gespielt, 1. Spiel: 7:2 (2:0, 2:2, 3:0); 2. Spiel: 1:2 n. V. (0:0, 1:1, 0:0)
Stand in der Serie: 1:1
Red Bull Salzburg – KAC
Donnerstag, 19.15 Uhr
bereits gespielt, 1. Spiel: 5:3 (2:1, 2:1, 1:1); 2. Spiel: 4:5 (1:2, 2:2, 1:0)
Stand in der Serie: 1:1
Ich würde Euch wirklich bitten, etwas besser zu recherchieren! Hier wurde weder auf Linzer Autos Jagd gemacht, noch genau beobachtet wer aus welchem Wagen aussteigt.
Es wurden ebenfalls bei 3 Fahrzeugen mit Wiener Kennzeichen die Scheiben eingeschlagen. Hier geht in Wien aber auch keiner davon aus, dass es Black Wings Fans waren. Vermutlich einfach nur ein paar Verbrecher, die hier auf Beute hofften, leider kam dies schon einige male bei Spielen vor. Also in Zusammenhang mit den "Vorfällen" rund um das Spiel bzw. nach dem Spiel, kann man hier echt nicht ausgehen!!!
Grüße aus Wien!
....Flaschen in den Black Wings-Sektor geflogen sind, stimmt schon. Oder?!
So oder so: Da gibt's auf beiden Seiten Flaschenköpfe, die werden's nie lernen. Denen ist das Beschimpfen des Gegners wichtiger als das Anfeuern des eigenen Teams. Ich frage mioch da jedes Mal: Überzuckern diese "Fans" es nicht, dass den Spielern solche Beschimpfungen völlig Powidl sind?! Die Cracks lachen darüber - wenn's denn die Schlachtrufe überhaupt verstehen (Franko-Canadier usw.). Man merkt ja wie die Sportler ob solcher Beschimpfungen jedes Mal vor Schreck und Ehrfurcht erzittern 
Aber typisch Österreich: Lieber was Negatives schreien als die eigenen Leute positiv anfeuern.
Für uns Linzer: Einfach mal nicht mitgrölen, wenn der Mann mit dem Megaphon ......... (*) brüllt.
(*) Kann jeder beliebig etwas einsetzen.
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