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Reisen

Symbiose aus Architektur und Technik in der innovativsten Stahlstadt der Welt

Symbiose aus Architektur und Technik in der innovativsten Stahlstadt der Welt

Das Lentos Kunstmuseum an der Linzer Donaulände beherbergt derzeit die Ausstellung „Car Culture“. Bild: VOLKER WEIHBOLD

Linz. „Linz.verändert“ – das ist der Slogan, den sich die Kulturhauptstadt des Jahres 2009 verpasst hat. Und diese Veränderung trifft wohl auf keine Stadt in Österreich besser zu als auf die oberösterreichische Landeshauptstadt. Linz hat in den vergangenen Jahren einen stetigen Wandel durchlebt und sein Image als schmucklose Industriestadt abgelegt, ohne seine Wurzeln verleugnen zu müssen.

Wer heute durch Linz spaziert, erlebt moderne Kulturhäuser, die sich sanft in barocke Häuserzeilen einfügen genauso wie wegweisende Industriearchitektur mit energieeffizienter Fassaden- und Innengestaltung. Nachdem das vergangene Jahr 2011 den Schwerpunkt „Natur“ mit dem Höhenrausch und der Landesgartenschau in Ansfelden hatte, steht die Landeshauptstadt heuer ganz im Zeichen von Technik und Architektur. „Das heurige Jahr passt dazu perfekt. Die voestalpine ist mit ihrer Stahlwelt ein guter Botschafter für dieses Motto und feiert auch 60 Jahre LD-Verfahren“, sagt Georg Steiner vom Tourismusverband. Die Stadt sei innovativster Stahlstandort der Welt und das soll transportiert werden.

150 Jahre Mariendom

Doch nicht nur weltliche Bauten passen gut in dieses Konzept. Auch der Umstand, dass vor genau 150 Jahren der Grundstein für den Mariendom, die größte Kirche Österreichs, gelegt wurde, unterstützt das Linzer Motto zusätzlich. „Wir wollen aber kein barockes Linz präsentieren, sondern die Stadt genau so, wie sie heute ist. Es gilt, authentische Dinge zu zeigen, ein spannendes Image weiterzuentwickeln“, sagt Steiner. Die Symbiose aus Technik und Architektur zeigt sich bereits jetzt in der Ausstellung „Car Culture“ im Kunstmuseum Lentos und wird im Juni mit der Porsche-Ausstellung in der Tabakfabrik fortgesetzt. „Die Tabakfabrik ist eines der renommiertesten Industriebauwerke in Österreich“, schwärmt Steiner von der ehemaligen „Tschickbude“..

Die Wandlung der Landeshauptstadt zu einem Tourismusmagneten soll aber nicht nur der Stadt selbst einen Schub verleihen. „Wenn Gäste beispielsweise in Bad Schallerbach, im Mühlviertel oder in der Pyhrn-Eisenwurzen-Region sind, dann wäre es schön, wenn sie in ihrem Urlaub auch Linz besuchen würden. Sie fahren dann nach Hause und sind beeindruckt von der tollen Region Oberösterreich“, sagt Steiner.

Derzeit seien es noch zu wenige Beherbergungsbetriebe außerhalb der Stadt, die Linz auch aktiv bewerben. Laut Steiner dürfen sich die oberösterreichischen Regionen aber nicht als Konkurrenz ansehen, sondern als Ergänzung.

„Erfolg macht sexy“, sagt der Linzer Touristiker und verweist darauf, dass die Stadt mittlerweile „zum Herzeigen ist und wir zusammen stolz sein können“.

2013 im Zeichen der Musik

Um den Erfolg der Kulturhauptstadt Linz '09 weiterführen zu können, wird nun jedes Jahr mit einem bestimmten Motto versehen. Dass das Musiktheater kurz vor der Fertigstellung steht, trifft sich ausgezeichnet. „Heuer ist mit Architektur und Technik die Hülle des Theaters im Fokus, 2013 haben wir dann pünktlich zur Eröffnung den Musikschwerpunkt“, sagt Steiner. Musik in Linz, das ist aber mehr als nur Klassik: „Da gehören auch Klaus Prünster, Christl Stürmer und die Stahlstadtkinder dazu.“

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Artikel 30. März 2012 - 00:04 Uhr
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