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Madrid macht mobil

Verlaufen war einmal. Mit der neuen Momondo Madrid-App kommt man zu jedem gewünschten Ziel Bild: Philipp Braun

Madrid macht mobil

Der Reiseanbieter Momondo hat für die spanische Hauptstadt einen mobilen Reiseführer entwickelt. Philipp Braun zückte sein Mobiltelefon und testete exklusiv als erster die App.

23. April 2017 - 00:04 Uhr

Früher wurde der Stadtplan zuerst langsam über den Esstisch ausgebreitet. Man tastete sich Straße für Straße vor, um einen groben Überblick zu gewinnen. Objekte wurden angekritzelt, hervorgehoben, oder auf einem Zettel notiert. Auch wenn der Plan behutsam im Origami-Stil zum handlichen Kleinformat gefaltet wurde, ein paar Risse blieben an den Kanten, die Schrift verblasste und irgendwann entstanden aus einem Plan mehrere Teile. Die Zeit vergeht, Karten wurden immer kleiner und handlicher – bis sie auf das Display eines Mobiltelefons passten.

Nun kann der Autor eine gewisse Abhängigkeit vom Telefon nicht leugnen, einen Reiseführer hat er sich allerdings bis dato immer noch in der Buchhandlung gekauft und nicht aufs Handy geladen. Bis Mitte April.

Sag niemals nie

Das dänische Unternehmen Momondo wurde durch die Etablierung einer kostenlosen und unabhängigen Reise-Suchmaschine bekannt. Mit der mobilen Reise-App "momondo places city guide app – Stadtführer, die zu deinem Reisestil passen" will man neue Einblicke in die besten Restaurants, Cafés, Bars, Hotels und Sehenswürdigkeiten bieten. Die Guides gibt es mittlerweile für mehr als 20 Städte und wurden von einheimischen Autoren und Fotografen kuratiert. Madrid wird am Samstag, den 22. April, veröffentlicht.

Der Download ist kostenlos, funktioniert derzeit allerdings nur auf iPhones von Apple. Die Empfehlungen sind in leicht verständlichem Englisch verfasst, knackig und kurz formuliert. Ohne großes Prozedere bekommt man einen groben Überblick über Madrid und seine Distrikte sowie diverse Informationen. Eine Suchfunktion und individuelle Einstellungen runden das Angebot übersichtlich ab. Bei den beschriebenen Bezirken wird die Lust geweckt, sofort loszumarschieren. Einzig die Mitteilung, wo sie sich die Bezirke befinden, gibt es derzeit nicht. Ein Schwachpunkt, der aber ausgemerzt werden kann.

Davon unbeeindruckt schaut sich der Autor die anderen Anwendungen an. Alle Tipps sind nach Stimmung sortiert: romantisch, sozial, familiär, lokal, kulturell und ausgefallen. Einzeln oder gesammelt können sie selektiert werden. Im nächsten Schritt kann man seine Wünsche nach Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Nachtleben oder Hotels sortieren, die dann systematisch gegliedert oder auf einem Stadtplan aufgelistet sind.

Sobald der mobile Stadtführer heruntergeladen wurde, ist er offline verfügbar. Internetzugang ist nicht erforderlich. Ausnahme: wenn man mehr über die Tipps erfahren möchte, die alle verlinkt sind.

Die Reise mit dem Telefon ist empfehlenswert. Sofort erkennt der Autor, wo und in welchem Umkreis sich beliebte Lokale befinden und bekommt Gusto, diese zu besuchen, ohne herumblättern zu müssen. Schnell stolpert man in das eine oder andere vorgeschlagene Lokal, findet nette Mitbringsel für zu Hause oder wird über historische Bauwerke informiert.

Fazit: Eine sehr gelungene Applikation, die leicht zu bedienen ist und viel Wissenswertes sofort abrufbar bereitstellt. Ein faltbarer Stadtplan (in jedem Hotel erhältlich) ist aber dennoch hilfreich.

www.momondo.at

iTunes: Hier kann man die App downloaden!

 

Madrid macht mobil
Momondo Madrid-App  
Bild: Momondo

 

Die App im Überblick

  • Sehr übersichtlich und klar strukturiert und nach verschiedenen Farben und Symbolen gegliedert. Für das Auge ein Hingucker.
  • Ohne große Schwierigkeiten ist die Anwendung für Applikations-Neulinge genauso leicht zu bedienen.
  • Die Informationen zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Hotels, Einkaufsempfehlungen und Restaurants sind kurz und bündig formuliert, sehr authentisch verfasst und leicht verständlich.
  • Bei der Kartenansicht kann man die Empfehlungen nach den eigenen Stimmungen und Bedürfnissen selektieren.
  • Momondo places ist nach dem erstmaligen Download offline verfügbar (Achtung: Bei der Verlinkung zu den Tipps ist eine Internetverbindung notwendig). Der Download ist gratis.
  • Momentan ist die Applikation nur für Apple-Geräte möglich. Außerdem ist die Sprache auf Englisch (allerdings einfach geschrieben).
  • Bei der Beschreibung zu den Distrikten wurde auf die genaue Beschreibung vergessen, wo sich diese befinden, beziehungsweise auf einer Landkarte ersichtlich zu machen. Beim Stadtplan wäre ein Routenplaner (wie lange man gehen muss) hilfreich.
  • Oft reagiert das Display zu sensibel. Vor allem dann, wenn man gewisse Straßen näher heranzoomen will
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