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Felswände, Höhlen und Gipfelsiege

Bild: Montafon Tourismus GmbH

Felswände, Höhlen und Gipfelsiege

Das Montafon hat sein eigenes Matterhorn und Klettersteige, die durch Höhlen führen.

21. August 2017 - 00:04 Uhr

Sie thront am Eingang des Montafons. Ist mit ihren 2643 Metern im wahrsten Sinne des Wortes der Höhepunkt der Vandanser Steinwand. Ihre ebenmäßige Form macht sie zu einem der schönsten Gipfel des Rätikons. Die Rede ist von der Zimba. Seit Jahrzehnten fasziniert das Vorarlberger Abbild des Matterhorns Alpinisten im ganzen Land. Anton Neyer war es, der im September 1848 den Traum der Zimba-Besteigung verwirklichte und als Erster auf dem Gipfel stand.

An seine erste Besteigung kann sich auch Gustl Wolf noch erinnern. Im Alter von 16 Jahren erklomm er über den Ostgrat – die schwerste Route – den Gipfel. Inzwischen stand er schon mehrere hundert Mal neben dem hölzernen Gipfelkreuz.

Urlauber mit Bergleidenschaft, entsprechender Kondition und Schwindelfreiheit haben im Sommer die Möglichkeit, selbst einmal auf dem Gipfel der Zimba zu stehen. Die von einem Bergführer begleitete Tour führt – nach einer Übernachtung – von der auf 1766 Metern gelegenen Heinrich-Hueter-Hütte hinauf zum Zimbajoch (2387 Meter). Von dort geht die Felstour im III. Schwierigkeitsgrad weiter bis zum Gipfelkreuz. Oben angekommen wartet auf die Alpinisten eine atemberaubende Aussicht. "Bei perfekten Bedingungen sind am Ende von Vorarlberg auf dem Bodensee Segelboote zu erkennen", verrät Gustl Wolf. Im westlichsten Bundesland Österreichs kommen auch Klettersteigliebhaber auf ihre Kosten. Auf den 17 Klettersteigen unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen geht es durch Schluchten entlang von Wasserfällen und sogar in eine Höhle.

Wo einst Höhlenbären lebten

Letztere macht den Klettersteig Gauablickhöhle zum besonderen Erlebnis. Am Ende des Gauertales – eines kleinen Montafoner Hochgebirgstals – ziehen die mächtigen Spitzen von Drusenfluh, Drei Türme und Sulzfluh die Blicke auf sich. Genau hier startet die Klettersteigtour. Gemeinsam mit einem Bergführer geht es Schritt für Schritt entlang mächtiger Felswände des Rätikons. Nach etwa der Hälfte der Strecke wird es dunkel. Die Kletterer erreichen die Gauablickhöhle, durch die der Klettersteig auf einer Länge von 350 Metern führt. "Die natürliche Höhle stammt noch aus der Eiszeit", sagt Leander Bitschnau. Gemeinsam mit seinem Bergführerkollegen Manfred Kessler hat er vor zehn Jahren den Klettersteig dort konzipiert. Mit dem Licht der Stirnlampen werden die Ausmaße der gigantischen Höhle erst sichtbar. Und die von Wasser ausgelöste Höhle ist um einiges größer als der begehbare Teil. Früher gab es hier sogar einen Eissee. Und: "Knochenfunde beweisen, dass hier vor langer Zeit Höhlenbären lebten", berichtet Leander Bitschnau.

Klettertouren

Gauablickhöhe: Die Ganztagestour findet bis 9. Oktober 2017 jeden Montag statt. Treffpunkt ist die Lindauer Hütte am Ende des Gauertales – eine Übernachtung wird empfohlen. montafon.at/gauablickhoehle-klettersteig
 

Kletterroute Zimba: Jeden Mittwoch und Freitag führt bis 13. Oktober 2017 ein Montafoner Bergführer auf den Gipfel der Zimba. Treffpunkt für die fünf- bis siebenstündige Tour ist die Heinrich Hueter Hütte (Übernachtung wird empfohlen). montafon.at/zimba

 

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