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Das Wohnzimmer der Mailänder wird 150 Jahre

Il Salotto di Milano – das Wohnzimmer Mailands – bildet die Mitte der berühmten EInkaufpassage. Bild: Wodicka

Das Wohnzimmer der Mailänder wird 150 Jahre

Die "Galleria Vittorio Emanuele II" in Mailand ist eine der ältesten Einkaufspassagen der Welt. Auch 150 Jahre nach der Eröffnung hat sie nichts von ihrem Glanz eingebüßt.

09. September 2017 - 15:00 Uhr

Zugegeben, für herkömmliche Brieftaschen ist das wohl nichts: Prada, Gucci, Versace, Louis Vuitton – sämtliche Nobelmarken reihen sich in Mailands Luxuskathedrale, der "Galleria Vittorio Emanuele II" aneinander, sämtliche Schriftzüge in Gold auf schwarzem Hintergrund, so will es die Vorschrift.

Doch auch abseits eines exklusiven Shopping-Vergnügens lohnt ein Besuch bzw. zumindest ein Spaziergang durch Italiens ältesteste Einkaufspassage, allein ihrer Architektur wegen. Vor 150 Jahren, am 15. September 1867, wurde sie von Viktor Emanuel II., dem Einiger und König Italiens, eröffnet und erhielt nach seinem Tod auch seinen Namen. Diesen Tag nicht miterleben konnte jedoch der Architekt des Gebäudes. Giuseppe Mengoni kam während der Fertigstellung der insgesamt elf Jahre dauernden Bauarbeiten auf tragisch Weise ums Leben. Er stürzte vom Gerüst.

Fresken, Mosaike und Stuck

Seine "Galleria Vittorio Emanuele II" besteht aus zwei sich kreuzenden, je 14 Meter breiten und 100 bzw. 200 Meter langen Passagen, die üppig mit Fresken, Stuck und Marmor dekoriert sind und von einem tonnenförmigen Glasdach überspannt werden. Den Schnittpunkt der beiden Galerien bildet ein Oktogon, ein achteckiger Platz. Hier angelangt, befindet man sich in "Il Salotto di Milano", Mailands Wohnzimmer, dessen Plafond eine 47 Meter hohe Glaskuppel bildet. Aber auch der Boden ist nicht bloß Berührungspunkt für die Füße. Vier große Mosaike zeigen die Wappen der vier italienischen Städte Rom, Florenz, Turin und Mailand.

Wem das Glück hold sein soll, der dreht die Ferse des rechtes Fußes dreimal auf den Genitalien eines dort abgebildeten Stieres, dem Emblem des Hauses Savoyen. Es dürfte viele Glücksuchende geben, denn die Stelle musste bereits mehrmals restauriert werden, weil sich, aufgrund der ständigen Drehbewegungen, ein Loch im Boden aufgetan hatte.

Der Bau, der aus Glas und Gusseisen bestehenden "Galleria", blieb übrigens auch damals nicht ohne Folgen. So sollen sowohl die Errichtung des Eiffelturms als auch des bei einem Brand 1936 zerstörten Crystal Palace in London von dem Mailänder Gebäude inspiriert worden sein.

Auf dem Galerie-Dach

 

250 Meter lang ist die jüngste Attraktion der Galleria, ein Steg auf dem Glasdach mit Panoramablick auf Mailand.
Die Highline-Galleria ist täglich von 10–21 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet zwölf Euro, ist für Besitzer der MilanoCard gratis. www.milanocard.it

 

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