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Alle Länder der Welt, check!

Mit seiner Frau Sylvia Alfery am Kratersee Quilotoa in Ecuador Bild: Winkler

Alle Länder der Welt, check!

Er war auf den höchsten Gipfeln jedes Kontinents und nun in allen Ländern dieser Erde – Kraft tankt er am Attersee: der Wiener Weltreisende Geri Winkler.

Von Manfred Wolf, 07. November 2017 - 00:04 Uhr

Alle Länder dieser Erde. Wie viele sind das eigentlich? Nun ja, so genau lässt sich das wider Erwarten nicht sagen. Ist Grönland ein Land, oder nur Teil Dänemarks? Ist die Antarktis ein Land? Oder stellen Länder wie Chile, Norwegen und Australien einfach nur Anspruch darauf? Irgendwie muss aber eine Orientierung her, und die verschafft die UNO. Sie hat 193 Mitgliedsstaaten, und demnach gibt es auch 193 Länder. Und jedes dieser Länder hat Geri Winkler seit wenigen Tagen bereist, nebenbei war er auch auf den "Seven Summits", dem jeweils höchsten Berg jedes Kontinents.

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Bild: Winkler

 

"Früher wollte ich einfach viel erleben", sagt der ehemalige Gymnasiallehrer, der schon vor langer Zeit seinen Beruf für seine Berufung aufgegeben hat und seine Reisen mittlerweile durch seine Vorträge finanziert. "Europa ist fantastisch, aber die Menschen leben hier alle irgendwie ähnlich wie wir. In Papua beispielsweise ist das eine ganz andere Geschichte. Da kannst du als Allererstes einmal dein Handy einmotten." Und es war auch die Sehnsucht nach dem Paradies, die ihn immer wieder in die Ferne trieb. "Freilich, Österreich ist ein Paradies. Vor allem die Gegend rund um den Attersee, wo ich viel Zeit verbringe. Da schaue ich aus dem Fenster, sehe die Berge, den See, wandere im Wald. Allerdings, eine Südseeinsel mit Strand und Meer, die nur von zwei Familien bewohnt wird, ist Österreich nicht. Dort kannst du die Seele baumeln lassen, das ist herrlich."

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Untergebracht bei Einheimischen in einem Baumhaus  
Bild: Winkler

Vom Bademeisterstrand ...

Alles, was er bei seinen Reisen dabei hat, passt stets in einen Rucksack, all seinen Besitz zu Hause benötigte er nicht. Daraus hat er gelernt, auch in Österreich – ohne sich einschränken zu müssen – von einem Minimum zu leben. "Ich brauche ja nicht das neues Auto. So spart man sich wieder Geld für weitere Reisen." Begonnen hat seine "Sammellust" als Vierjähriger mit den Eltern: Bademeisterstrand, Italien. Mit 17 packte ihn dann das Fernweh so richtig, und er fuhr per Anhalter ins Ausland. Allerdings nicht mit dem Ziel, alle Länder dieser Erde abzuhaken. Das kam erst vor eineinhalb Jahren, als er sich die Frage stellte, wie viele Länder denn die Welt habe und in wie vielen davon er schon war. Elf fehlten noch. Also steuerte er die letzten elf Länder gezielt an, bis er mit Angola auch noch den letzten UNO-Mitgliedsstaat bereist hatte.

Mit dabei war zuletzt stets seine Frau Sylvia Alfery, die es immerhin auch schon auf 150 Länder gebracht hat. Auch darum gehen ihm die Ziele nicht aus, denn wohin die nächste Reise geht, das darf sie entscheiden.

"Nur weil du alle Länder bereist hast, kennst du sie ja trotzdem nicht. Du kannst hundert Mal in ein Land fahren und hast immer noch nicht alles gesehen", sagt er.

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Ob bei Hitze oder Kälte, immer dabei: die Insulinspritze  
Bild: Winkler

... auf den Mount Everest

Die Menschen, die er auf seinen Reisen traf, sind ihm stets positiv begegnet. Das hat er besonders intensiv auf seiner Reise vom tiefsten Punkt des Festlandes, am Toten Meer, bis zum höchsten Punkt der Welt, dem Mount Everest, erfahren. "Ich hatte auf der 8000 Kilometer langen Reise nicht einmal ein Zelt dabei. Die Einheimischen hätten es nicht zugelassen, dass ich im Freien schlafe", erzählt der Globetrotter. Selbst in den abgelegensten Dörfern Jordaniens, Syriens und in Nepal haben ihm die Einheimischen eine Unterkunft angeboten. "Es gab so viele positive Begegnungen. Es tut dir fast weh, wenn du mit Menschen redest und weißt, dass sie in einem Land leben, das man bei uns als Schurkenstaat bezeichnet."

Er war knapp 50 Jahre alt, als er den Mount Everest bestiegen hatte. 50 Jahre, so alt hätte er laut Ärzten maximal werden können, als sie einst Diabetes bei ihm feststellten. Doch er hatte Glück, wurde in Wien von einer der führenden Experten behandelt und eingestellt. Heute ist er 61, hat alle Länder der Welt bereist und immer noch nicht genug: "Wir reisen weiter."

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