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Mit fliegenden Füchsen von den Bergen springen

In immer mehr Ferienorten sorgen spektakuläre Seilrutschen für Adrenalinschübe und außergewöhnliche Perspektiven.

Früher dienten Seilbrücken, also einfach gespannte Seile, zur Überquerung von Schluchten und Flüssen. An einer Rolle oder einem Karabinerhaken hängend, wurden Personen oder Lasten damit transportiert.

Heute heißen die Seilrutschen Flying Fox und dienen vor allem in den Alpen immer häufiger dazu, abenteuerlustigen Feriengästen einen Adrenalin-Kick zu verschaffen.

Aber man muss noch nicht einmal in die Berge, um diesen Höhenrausch zu erleben: In München spannt sich ein Stahlseil quer durchs Olympiastadion. In 35 Metern Höhe rauschen Wagemutige in einem Gurtsystem hängend 200 Meter weit durch die Luft, ehe sie auf einer speziell konstruierten Stahlplattform landen.

Eine Zeltdach-Tour

Das Erlebnis, für das die Teilnehmer außer Mut auch ein gewisses Maß an Fitness und Körperbeherrschung mitbringen sollten, kann einzeln oder im Rahmen der Zeltdach-Tour über die einzigartige Glasdachkonstruktion des Olympiastadions gebucht werden.

Erwachsene zahlen dafür 35, Kinder ab 10 Jahre 30 Euro, mit Zeltdach-Tour 69, beziehungsweise 59 Euro. (www.olympiapark.de, www.parkeroutdoor.com)

Auch Kinder unter zehn Jahren dürfen – das Einverständnis ihrer Eltern vorausgesetzt – den neuen Flying Fox am Golm in Vorarlberg benutzen. Erst Anfang Juni 2010 eröffnete diese Anlage als Ergänzung eines ausgedehnten Waldseilparks.

Über den See brausen

Von einer Startplattform am Rande des Parks schweben die Adrenalinsüchtigen in einem Sitzgurt hängend knapp 570 Meter über den Latschau-Stausee. Unterwegs erreichen die „Flieger“ Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometer, ehe sie in der Nähe des Alpin-Coasters Golm landen.

Der Spaß kostet für Erwachsene 7,90 Euro, für Kinder 5,90 Euro. Voraussetzung für die Nutzung ist ein Körpergewicht von mindestens 25 und höchstens 110 Kilogramm (www.golm.at).

Durch den Wald statt über den See sausen Kinder und Erwachsene mit dem Flying Fox in Kärnten. Dort wurden zwei spektakuläre Flying Fox mit einer Länge von 300 Metern in den Waldseilpark Tscheppaschlucht integriert.

Kinder bis sieben Jahre zahlen für die Nutzung des Parks mit insgesamt 40 Elementen 10 Euro, Kinder bis 15 Jahre 16 Euro, Jugendliche ab 15 Jahre und Erwachsene 19 Euro. (www.waldseilpark-tscheppaschlucht.at)

In einen regelrechten Rausch können Adrenalin-Junkies in Warth-Schröcken im Vorarlberger Arlberggebiet „rutschen“.

Dort bietet eine bisher einzigartige Flying-Fox-Safari Naturerlebnisse aus der Vogelperspektive wie am Fließband. An sechs aufeinander folgenden Bahnen rauschen die „fliegenden Füchse“ mehr als einen Kilometer weit ins Tal und überwinden dabei insgesamt rund 350 Höhenmeter. In 20 bis 90 Metern Höhe geht es über Flüsse und Schluchten, die sonst nur schwer oder gar nicht zugänglich sind. In Begleitung eines Erwachsenen können schon Kinder ab sechs Jahren die Flying Fox Safari in Angriff nehmen. Wenn sie sich denn trauen.

Inklusive Einweisung und einer Sicherheitsausrüstung kostet die Abenteuer-Tour 17 Euro für Erwachsene und 15 Euro für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. (www.abenteuerpark.net)

Wahrlich atemberaubend

Eine riesige Seilrutsche für vier Personen ist die neueste Attraktion im Rofangebirge am Achensee in Tirol. Dort sorgt ein Skyglider namens Airrofan für ein atemberaubendes Flugerlebnis.

Die Gäste hängen dabei auf dem Bauch liegend unter zwei riesigen Flügeln. Rückwärts wird das Fluggerät den 2040 Meter hohen Gschöllkopf hinaufgezogen, von wo aus die Tollkühnen mit rund 80 Stundenkilometern ins Tal zurückrauschen.

Ein Flug kostet für Erwachsene 8 Euro (Kinder 5,50 Euro). Wer gleich drei Flüge bucht, zahlt 19, bzw. 12,50 Euro. (www.rofanseilbahn.at)

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Artikel 31. Juli 2010 - 00:04 Uhr
Von Rudi Stallein
Bild vergrößern Mit fliegenden Füchsen von den Bergen springen

Warum nicht kopfüber durch die Lüfte sausen?  Bild: srt

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