Deutsche Autohersteller bemühen sich, ihre Begeisterung im Zaum zu halten. Doch so ganz gelingt es nicht. Denn die Chinesen verschaffen ihnen Monat für Monat Verkaufsrekorde. Die Autowelt steht kopf.
Chinesische Käufer sind so verrückt nach deutschen Autos – insbesondere teure Premium-Modelle –, dass auch optimistischste Prognosen übertroffen werden. Einer der Nebeneffekte: Auch österreichische Zulieferbetriebe finden schneller als erwartet aus dem Tief.
Audi profitiert stark
Eine Abkühlung ist natürlich möglich, aber der Wachstumspfad werde dort auf lange Sicht anhalten, sagt Audi-Chef Rupert Stadler. Die VW-Tochter ist ein Hauptprofiteur des chinesischen Autobooms.
Dass jetzt, nach A8 und A8 Langversion, diese Woche das brandneue, fünftürige Coupé A7 Sportback zumindest statisch präsentiert werden konnte, setzt noch eins drauf.
Nun wird bei Audi überlegt, ob die Fertigungskapazität in China (200.000 Fahrzeuge/Jahr) in den nächsten fünf Jahren auf 300.000 Einheiten angehoben werden könnte.
Audi zählt – mit Mercedes und BMW – zu jenen, die in China unfassbare Zuwächse erleben. BMW und Mercedes legten heuer um 101 bzw. um 120 Prozent zu und verkauften 75.000 bzw. 60.000 Autos. Audi steigerte sich auf 110.000 Verkäufe (plus 64 Prozent).
Den Vogel schoss aber die VW-Gruppe (inklusive Audi) ab. Sie verkaufte bis Ende Juni in China 950.000 Fahrzeuge und steigerte sich von einem ohnedies hohen Niveau um 46 Prozent. In Deutschland, bisher größter Markt der VW-Marken, waren es 500.000. Mercedes-Chef Dieter Zetsche sieht ebenfalls Chancen, dass China auch für die Nobelmarke mit dem Stern in fünf Jahren der größte Absatzmarkt sein könnte.
Luxussteuer weggesteckt
Chinas Autoboom ist ein absolutes Kontrastprogramm zu dem, was sich in Europa oder in den USA abspielt. Ein Detail: Als vor etwa einem Jahr die Luxussteuer für Fahrzeuge über drei Liter Hubraum von 15 auf 25 Prozent und für jene über vier Liter Hubraum von 20 auf 40 Prozent angehoben wurde, dauerte die Schrecksekunde ungefähr drei Wochen. „Seither läuft das Porsche-Geschäft wieder so gut wie zuvor“, sagt Hermann Becker von der österreichischen Porsche Holding, die in China mit etlichen Autohäusern präsent ist.
A7 eine„Audi-Ikone“
Mit dem neuen A7 spekuliert Audi aber primär auf europäische und US-Käufer, wo das Coupé Tradition hat. Stadler spricht von „großer unternehmerischer Bedeutung“, weil damit die Lücke zwischen A6 und A8 geschlossen wird: „Wir haben eine neue Ikone für Audi geschaffen.“ (Details zum A7 im gelb unterlegten Kästchen.)
Mit diesem Luxuscoupé – es wird in Österreich ab Herbst zu einem Einstiegspreis von 56.400 Euro verkauft – muss Audi allerdings auch gegen den neuen, annähernd ebenbürtigen Mercedes CLS antreten.
Was soll den daran erfreulich sein, die Verkäufe boomen in China und nicht bei uns.
Lieber Venom,
Mit globaler Wirtschaft hast Du Dich wohl noch nicht so sehr befaßt ?
Wo wäre die deutsche Automobilindustrie ohne die Zuwächse in Asien ?
Was würden die Autozulieferer in OÖ nach Deutschland liefern ohne diesen Aufschwung in Asien ?
Natürlich produziert VW auch in China.
Warum auch nicht ?
Arbeit ist dort, wo der Markt ist.
Aber der Gewinn der VW China ist immer noch der Gewinn von VW.
Wo glaubst Du, verdienen die österreichischen Banken das meiste Geld ?
In Osteuropa.
Natürlich liegt dort auch das höhere Risiko.
Aber so ist nun einmal Wirtschaft.
Eines ist aber auf jeden Fall klar:
In Deinem kleinen Dorf wirst Du verhungern.
Was interessiert mich der Gewinn von Ausbeuterweltkonzernen wie VW oder dem alten Zausel Dagobert-Piech?
Ob die VW-Werke in den Billiglohnländern besser ausgelastet sind oder nicht interessiert mich einen Dreck.
Davon hat bei uns hier niemand etwas.
Wo die "deutsche Autoindustrie" wäre? Völlig egal, es ist schon lange keine deutsche Autoindustrie mehr und die Umverteilung erfolgt immer schneller.
Vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen aber die Chinesen sind schon potenter als wir, das sollte irgendwie mal zu denken geben anstatt hier das übliche Global-Gewäsch zu verzapfen.
Was bringen uns einige Superreiche Chinesen wenn wir selbst nichts haben, hä?
Achso ja wir freuen uns in cicero-manier auf die ergaunerten und lohngedumpten Gewinnen anderer, hatte ich ja ganz vergessen.