LINZ/WIEN. In Italien oder Frankreich werden Roller zu jeder Jahreszeit und bei jeder Witterung genutzt. In Österreich ist das noch die Ausnahme, die Zahl der Alljahres-Piloten steigt aber auch bei uns kontinuierlich an. Weniger Verbrauch, eine radikale Parkraumbewirtschaftung und der günstigere Unterhalt lassen viele vom Zweitwagen aufs Zweirad umsatteln.
Industrie und der Handel reagieren auf diesen Trend. So werden mittlerweile Reifen mit weicherer Gummimischung angeboten. Diese Pneus erwärmen sich bei niedrigen Temperaturen schneller und bauen guten Grip auf. Zudem sind immer mehr Roller mit ABS erhältlich – sogar in der 125er-Klasse –, was gerade auf nasser Fahrbahn die Fahrsicherheit erhöht. Als wetterfester Roller besonders beliebt ist der Piaggio MP3. Dank seiner zwei Vorderräder ist die Haftung auf Nässe deutlich besser als bei Einspurigen.
Decke schützt vor Nässe und Kälte
Neben der Sicherheit kümmern sich die Hersteller auch vermehrt um den Komfort. Der beste Schutz bei Nässe und Kälte sind die so genannten „Covers“ – Abdeckungen zwischen der Schürze des Rollers und dem Oberkörper. Diese Decken prägen in den südlichen Metropolen im Winter das Straßenbild und schützen Hose und Schuhe perfekt vor Schmutz und Kälte. Die meisten Hersteller bieten typenbezogene Covers an, die exakt auf den jeweiligen Roller passen.
Derart gerüstet, sind Roller-Fahrten auch bei Minusgraden kein Problem mehr. Und die wenigen „unfahrbaren“ Tage mit Schnee und Eis sind eine gute Gelegenheit, zumindest ein paar Mal pro Jahr das Angebot der „Öffis“ auszutesten. (ff)
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