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Piaggios Hybridroller verbraucht nur 1,9 Liter

Zum Preis von 9000 Euro bietet Piaggio ab Jänner den ersten Roller mit Hybridantrieb an. Die Batterie kann mit Strom aus der Steckdose aufgeladen werden. Lesen Sie den OÖN-Fahrbericht.

Der Hybridantrieb erlebt bei den Pkw derzeit seinen Durchbruch. An einen Roller hat sich bisher aber noch kein Hersteller gewagt. Zu klein waren die Scooter für die komplexe Technik. Und die Marketingstrategen sahen zu geringe Marktchancen für Zweiräder mit der teuren Technologie.

Piaggio – größter Zweiradkonzern in Europa – hielt dennoch am alternativen Antriebskonzept fest. Nach einer Entwicklungszeit von neun Jahren entschlossen sich nun die Italiener, mit einem Hybridroller in Serie zu gehen. Als Basis dient der dreirädrige MP3, der mit den beiden an einer Parallelogramm-Schwinge aufgehängten Vorderrädern für sich allein auffällig genug ist.

Batterie ist unterm Sitz

Die Hybridkomponenten, darunter die Elektronik und die Batterie, befinden sich unter der Sitzbank. Die Armaturen sehen fast so aus wie beim konventionellen MP3. Nur eine Ladestandsanzeige weist auf den revolutionären Hybridantrieb hin.

Vorm Losfahren muss der Lenker einen von drei unterschiedlichen Betriebsmodi bestimmen. Zur Auswahl stehen Vollhybridbetrieb, Ladebetrieb und reiner Elektrobetrieb.

Drei Betriebsarten

Im Vollhybridmodus hilft der 3,5 PS starke Elektromotor dem Benziner beim Beschleunigen, was dem 125 ccm kleinen Einzylinder spürbar gut tut.

Im Lademodus wird der Elektromotor ausschließlich als Generator verwendet, um die Lichtmaschine und die Starterbatterie zu betreiben. Diese Betriebsart ist etwa bei Überlandfahrten sinnvoll, wo keine starken Beschleunigungen vom Stillstand weg anstehen. Geladen werden die Lithium-Ionen-Zellen beim Bremsen sowie im Schubbetrieb des Rollers.

Im reinen Elektromodus erreicht der MP3 eine Spitze von rund 30 km/h. Das ist im innerstädtischen Betrieb gerade ausreichend.

Vom Konzept her ist der Hybrid als so genannter Plug-in ausgelegt. Das heißt, dass die Batterie auch mit Strom aus der Steckdose auf- bzw. vorgeladen werden kann. Die Ladedauer beträgt rund drei Stunden. Ein voll aufgeladener Akkusatz erlaubt eine rein elektrische Reichweite von rund 20 Kilometern.

Nur 1,9 Liter Verbrauch

Im Vollhybridmodus und mit vorgeladenen Batterien erweist sich der Piaggio als Sparefroh, der sich mit 1,9 Litern Super pro 100 Kilometer begnügt.

Sparsam sein sollte man allerdings auch, wenn man den Technologieträger erwerben will. Mit knapp 9000 Euro ist der MP3 Hybrid nicht gerade ein Schnäppchen.

Der MP3 Hybrid rollt Anfang 2010 zu den Händlern – vorerst ausschließlich in der 125-ccm-Version. Somit darf der MP3 Hybrid nach kurzer Zusatzausbildung mit dem Pkw-Führerschein gefahren werden.

Kommentare
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Artikel 28. November 2009 - 00:04 Uhr
Von Franz Farkas
Bild vergrößern Piaggios Hybridroller verbraucht nur 1,9 Liter

Piaggio MP3 Hybrid: Technologieträger mit 20 Kilometern elektrischer Reichweite (OÖN)  Bild: oön

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