Zwei Millionen Katzen leben in Österreich, der Großteil läuft frei herum – und macht dabei nicht nur Jagd auf Mäuse sondern auch auf Vögel. „Konkrete Zahlen für Österreich gibt es keine“, sagt Kurt Kotraschal, Leiter der Konrad Lorenz Forschungsstelle für Ethologie in Grünau und Professor für Verhaltensbiologie an der Universität Wien. „Zieht man eine amerikanische Untersuchung aus dem Jahr 1999 heran und rechnet die Zahlen hoch, so bedeutet dies, dass täglich rund 1,8 Millionen Katzen in unseren Gärten, Wiesen und Wäldern unterwegs sind, die pro Jahr mindestens 130 Millionen Tiere töten, darunter etwa 40 bis 50 Millionen Vögel“, sagt Kotrschal. Zwar würden es Katzen allein nicht schaffen, ganze Vogelpopulationen auszurotten, seltene Arten würden sie aber in jedem Fall gefährlich dezimieren.
Natur- kontra Tierschutz
„Vom Naturschutzstandpunkt sollten Katzen daher keinen Ausgang haben“, sagt er. Anders sehe es vom Standpunkt des Tierschutzes aus. „Eine Katze nur in der Wohnung zu halten, ist auch nicht ganz optimal“. Vor allem am Land, wo die Tiere vielfach als Mäusefänger gehalten werden, sei das nahezu unmöglich.
Dass Katzen jagen, liegt in ihrer Natur. „Natürlich gibt es Unterschiede beim Jagdverhalten, aber auf die Jagd gehen alle“, sagt der Biologe. Studien hätten gezeigt, dass es nichts bringt, wenn man Katzen vor dem Freigang füttert oder ihnen ein Glöckchen umhängt. „Sie jagen deshalb genauso erfolgreich – auch wenn sie die Beute dann gar nicht verspeisen wollen“.
Das Argument, wonach dieses „Fressen und Gefressen werden“ der natürlichen Ordnung bei Wildtieren entspräche, will Kotrschal nicht gelten lassen. „Denn Katzen sind keine Wild- sondern Haustiere“, sagt er. „So einfach kann man sich das nicht machen“. Ob man seine Katze nun frei herumlaufen lässt oder nicht, müsse jeder Besitzer mit sich selbst ausmachen. Keine leichte Entscheidung, zumal Katzenbesitzer in der Regel tierlieb und daher oft auch Vögelfreunde seien. „Meistens sind es dieselben Leute, die der ihre Katze Auslauf gewähren und im Winter die Vögel füttern“.
Wer sich dafür entscheidet, seine Katze zu Hause zu lassen, der muss darauf achten, dass die Wohnung katzengerecht ist und Kletter- und Versteckmöglichkeiten bietet. Außerdem muss sich man sich mit seiner Katze beschäftigen und wenn möglich eine zweite Katze anschaffen, damit das Tier nicht so allein ist. In der Regel sei die Beziehung zwischen Wohnungskatzen und ihren Besitzern meist ein inniges. „Während freilaufende Katzen oft nur heimkommen, um sich ihr Futter abzuholen, verbringen Wohnungskatzen viel mehr Zeit mit ihrem Besitzer, sind richtige Kumpane“, sagt Kotrschal.
..., dass man Katzen einsperren sollte.
Das ist eben der Kreislauf der Natur: "fressen und gefressen werden".
Mein Kater hat auch immer Vögel gefangen. Er trägt jetzt ein Halsband mit Glockerl um den Hals, dass ihm sichtlich erschwert Vögel zu fangen.
Katzen können bestimmt keine Vogelart ausrotten, da gehört schon mehr dazu.
Und außerdem wird von unserer Biodiversität in einigen (hoffentlich vielen) Jahren nicht mehr viel übrig sein (zumindest wenn wir Menschen so weitermachen wie bisher...)
gut 17 jahre alt(!!!) ... eine nicht gerade "fade" straße führt auch unmittelbar am haus vorbei ...
hinter dem haus wiesen und felder ...
die katze hat gelernt ...
von den klugen katzenbesitzern 
besser das Katzerl bleibt zu Hause, ansonsten wird es vom Auto überfahren oder von schußwütigen Jägern über den Haufen geschossen!!
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