LINZ. Der Mensch verbringt laut Studien mehr als 70 Prozent seiner Lebenszeit in der Wohnung und in seinem Wohnumfeld. Das Konfliktpotenzial ist groß – besonders wenn unterschiedliche Kulturen zusammentreffen.
Weil es einen „dringenden Bedarf an Konflikt- und Beschwerdearbeit im Wohnbereich“ gibt, hat der Linzer Verein Wohnplattform das Projekt „Auf gute Nachbarschaft“ gestartet. Es werden Freiwillige gesucht, die Streitereien in Wohnhäusern als „Konflikt-Tandems“ begleiten und lösen sollen. Ähnliche Projekte gibt es bereits in Wien, Frankfurt und Zürich.
In Linz haben sich schon sechs Freiwillige gefunden, die diese Tätigkeit ehrenamtlich ausüben wollen. Darunter befinden sich ein Unternehmensberater, eine Juristin, eine Psychologin und eine Wirtschaftspädagogin. „Es haben sich durchwegs hoch qualifizierte Leute gemeldet“, sagt Geschäftsführer Hubert Mittermayr.
Seit Jänner werden die Helfer von einem ausgebildeten Mediator geschult. Ab März können sie dann die ersten Fälle übernehmen. Das Projekt wurde bei einem Ideenwettbewerb des Unabhängigen Landes-Freiwilligenzentrums ausgezeichnet. Dafür gab es 7500 Euro Startförderung. Es braucht aber noch Geld, weil eine hauptamtliche Kraft zur Anleitung der geplanten fünf ehrenamtlichen Teams benötigt wird.
Er hoffe, dass die Bauvereinigungen dies als Leistung sehen und in Anspruch nehmen, sagt Mittermayr. Der Verein Wohnplattform arbeitet mit Sozialeinrichtungen, Wohnbauträgern und Gemeinden zusammen. (az)
Massive Verkehrsprobleme durch Schneemassen
Eurokrise bringt Credit Suisse ins Straucheln
CAS verurteilt Ex-Radprofi Jan Ullrich wegen Doping
Neue Vorwürfe gegen Grasser in der Causa "Telekom"