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„Herz“liche Kooperation

Kinder, die vor zwanzig Jahren am Herzen operiert wurden, werden erwachsen – und sind zu groß für die Betten der Kinderklinik Linz. Die Barmherzigen Schwestern übernehmen jetzt deren Betreuung.

„Ein Herzfehler ist zwar gut behandelbar, jedoch bedeutet das nicht, völlig herzgesund zu sein. Es bleibt oft ein breites Spektrum an möglichen späteren Problemen bestehen. Zusätzlich ergeben sich bei den erwachsenen Patienten irgendwann Fragestellungen über Schwangerschaft, Verhütung, Genetik, Sport“, sagt Helmut Geiger, Kardiologe am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz.

Auch die medikamentöse Behandlung müsse dem Erwachsenenalter angepasst werden. Um die „neuen“ Patienten und auch den Ablauf im Kinderherzzentrum der Landesfrauen- und Kinderklinik kennen zu lernen, hat Oberarzt Geiger immer wieder einige Tage in der Kinderklinik verbracht. „Diese Patientengruppe ist eine, die es niemals zuvor gegeben hat. Denn noch vor 20 Jahren sind Babys mit derartigen Herzfehlern gestorben“, sagt Helmut Steiner.

Dank der enormen Fortschritte der Kinderherzchirurgie und Kinderkardiologie erreichen nun zunehmend mehr Patienten das Jugendlichen- und Erwachsenenalter und passen nicht mehr in die Betten eines Kinderspitals. „Die Patienten benötigen aber auch in ihrem weiteren Leben eine individuelle Nachsorge, die durch Zusammenführung mehrerer Fachgebiete eine umfassende Betreuung garantieren kann“, sagt Kinderkardiologe Jürgen Steiner.

Gemeinsame Ambulanz

Die Kinderkardiologie der Landesfrauen- und Kinderklinik Linz hat daher gemeinsam mit der Kardiologie der Barmherzigen Schwestern Linz eine Ambulanz für Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH-Ambulanz) eingerichtet.

Bis zum 25. Lebensjahr erfolgt die Betreuung in der Regel in der Herzambulanz der Kinderklinik, ab dem 25. Lebensjahr an der kardiologischen Ambulanz der Barmherzigen Schwestern, wobei jeweils ein Kinderkardiologe und ein Erwachsenenkardiologe die Untersuchungen leiten.

Kommentare
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Artikel 28. Juli 2010 - 00:04 Uhr
Von Barbara Rohrhofer
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Kardiologen Helmut Geiger (l.) und Jürgen Steiner (re.) mit Herzpatientin.  Bild: barm

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