Laut einer Umfrage unter 685 Patienten mit Gelenksrheuma erfolgt die Diagnose oft mit Verspätung, da es an Ärzten mangelt. Das ist ein Ergebnis des „1. Österreichischen Patientenberichts – Rheumatoide Arthritis“. Weitere Fakten der Umfrage:
• 25 Prozent der Diagnosen auf chronische Polyarthritis (rheumatoide Arthritis) wurden von Allgemeinmedizinern gestellt, 36 Prozent beim niedergelassenen Facharzt, 39 Prozent im Krankenhaus.
• Vom Beginn der Symptome bis zur Diagnose dauerte es rund 16,4 Monate.
• Nach der Diagnose auf Gelenksrheuma erfolgt in Österreich eine Therapie erst nach durchschnittlich weiteren 5,9 Monaten – das macht eine Wartezeit von 22,3 Monaten aus.
• 24 Prozent der von schwerem Rheuma Betroffenen sind in Frühpension.
• Bei 56 Prozent der Patienten wird das eigentliche Therapieziel – eine nur milde Krankheitsaktivität – nicht erreicht.
Die stationäre Versorgung von Rheumapatienten scheint demnach in Österreich relativ gut abgedeckt. Im ambulanten Bereich bestehen laut dem Report aufgrund der geringen Anzahl an Ambulanzen große Versorgungsdefizite. So gibt es in Österreich 27 internistische Krankenhausambulanzen, wobei zehn davon in Wien sind. Im niedergelassenen Bereich ordinieren 77 Internisten mit rheumatologischer Expertise, wobei nur zwölf von ihnen einen Kassenvertrag haben. Dabei wird die Zahl der Kranken mit chronischer Polyarthritis auf bis zu rund 80.000 in Österreich geschätzt.
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